Im "Hinterhalt" Retterinnen des Abendlandes

Die selbsternannten Retter des Abendlandes sitzen jetzt im Parlament. Wutbürger haben sie da reingebrüllt. Und die Bayerische Staatsregierung verwandelt aus panischer Angst vor dem drohenden Machtverlust die (Popu-)Liste der AFD in Realpolitik - mit Asylplan, Ankerzentren, Polizeiaufgabengesetz, Grenzpolizei, Kreuzerlass. Aber nicht mit den Wellküren. Die drei Schwestern Moni, Bärbi und Burgi gehen in ihrem neuen Programm "Abendlandler" gegen rechte Tendenzen und die "Leid-Kultur" vor. Sie sind die Gründerinnen der "Stugida"-Bewegung, der Stubenmusik gegen die Idiotisierung des Abendlandes. Mit bayerischem Dreigesang kämpfen sie gegen stumpfe Einfalt an. Sie blasen den Leitkultur-Marsch, spielen Mozarts A-Dur Klaviersonate in G-Dur auf Hackbrett, Harfe und Gitarre, und haben Bass-Ukulele gelernt für ihre Nina-Simone-Hommage "Mei Oida, der schaut auf mi" im Stubenmusik-Format. Sie analysieren "Männer im Wechsel" und machen sich Gedanken über das Älterwerden. Ihr Programm sei "besonders geeignet für Menschen, die, auch wenn's dunkel wird in Deutschland, den Humor nicht verlieren", sagen sie. Und die Schwestern sollten es wissen. Die Wellküren stehen seit mehr als drei Jahrzehnten auf der Bühne, aufgewachsen in einer hochmusikalischen Familie mit zwölf weiteren Geschwistern. An diesem Samstag spielen sie in der Kleinkunstbühne Hinterhalt in Gelting. Einlass ist von 19 Uhr an, Beginn um 20.30 Uhr.