Icking:Wagner bleibt SPD-Vorsitzende

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Örtliche Genossen wählen Vorstand und stellen ihre Themen vor

Die Ickinger SPD hat einen neuen Vorstand gewählt: Beatrice Wagner bleibt an der Spitze des Ortsvereins. Constantin Beier wurde zum Zweiten Vorsitzenden bestimmt, Karin Siebert ist Schatzmeisterin und Julian Chucholowski führt von nun an die Schrift. Die Vorstandswahl findet bei den Ickinger Genossen satzungsgemäß alle zwei Jahre statt. Bislang beherzigten sie das Rotationsprinzip, was bedeutet, dass die beiden Vorsitzenden ihr Amt nur jeweils zwei Jahre ausüben. Doch aufgrund der erschwerten Bedingungen durch Corona konnten die beiden Vorsitzenden - zuvor waren es Beatrice Wagner und Julian Chucholowski - in ihrer Amtszeit nur eingeschränkt agieren, erklärt Wagner. Aus diesem Grunde wurde bei der Jahresversammlung kürzlich das Rotationsprinzip mit einstimmigem Beschluss ausgesetzt und Beatrice Wagner stellte sich der Genossen erneut zur Wahl - mit Erfolg.

Wagner hob für die Zukunft drei wichtige Themen hervor: Zunächst den "Einsatz gegen die diskriminierende und menschenverachtende Triage, mit der in Krankenhäusern künftig entschieden werden soll, welcher Corona-Patient eine Behandlung erhält und welcher nicht". Stattdessen müsse die Gesellschaft nach neuen Fachpflegekräften suchen, sie besser bezahlen und ihnen mehr Respekt entgegenbringen, "dann können die leer stehenden Intensivbetten in den Krankenhäusern voll genutzt werden und wir brauchen keine Triage", so Wagner. Des Weiteren will sie sich gegen den Wohnungsmangel stark machen, "aber bitte nicht einfach nur bauen, bauen, bauen, denn das ist nicht nachhaltig und erzeugt viel CO₂." Vielmehr müsse eruiert werden, welche Häuser leer stehen und respektive oder zu groß geworden sind, um hier Lösungen zu suchen.

Schließlich empörte sie sich gegen Pläne der EU, die Atomkraft künftig als nachhaltig einzustufen. "Damit wird ermöglicht, dass Atomkraft als grüne Energiequelle in Nachhaltigkeitsfonds aufgenommen wird. Ein Hohn, denn es gibt immer noch keine Lösung, wohin mit dem Atommüll, weder in Deutschland noch sonst wo auf der Welt." Sie plädierte dafür, sich mehr zur Energiewende einzusetzen, weshalb Icking eine solare Baupflicht brauche.

Gemeinderatsmitglied Chucholowski betonte, dass sich die SPD in der Gemeinde weiter für Kinder, Familien und ältere Mitmenschen einsetzen, den sozialen Zusammenhalt fördern und soziale, ökologische und nachhaltige Projekte vor Ort umsetzen werde. Die Ortsgestaltung, eine nachhaltige Ortsentwicklung und der Einsatz für bezahlbaren Wohnraum bleiben ihm zufolge essenzielle Themen.

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