"Nach aktuellem Stand ist es unwahrscheinlich, dass der Mobilfunkmast an dem zuletzt angedachten Standort hinter dem Gymnasium durch die Telekom verwirklicht wird." Mit dieser überraschenden Ansage wartete Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI) am Montag im Gemeinderat auf. Mehr mochte die Ickinger Rathauschefin in der Sitzung mit Verweis auf die noch ausstehende schriftliche Bestätigung des Mobilfunkbetreibers aber nicht sagen. Außer, dass die Telekom ihre Standortsuche wohl fortsetzen werde.
Die Lage ist wegen der Nähe zur Wohnortbebauung bei der Bevölkerung umstritten. Bekanntlich hatte die Telekom den ursprünglich angedachten Standort beim Pischeltsrieder Weg wegen dort entdeckten Bodendenkmälern verlegen müssen - etwa 150 Meter weiter nach Westen beziehungsweise Südwesten. Dort ist aber die Topografie anders, was ein Grund für das Umdenken sein könnte. Dazu aber wollte sich die Bürgermeisterin nicht näher äußern. "Es war mir wichtig, noch vor Weihnachten etwas zur aktuellen Situation herauszugeben", so Reithmann auf Nachfrage. Sie sei deshalb auf die Telekom zugegangen. "Das ist die Kernaussage." Mehr ins Detail könne sie nicht gehen, bevor sie nichts Schriftliches habe. Auch auf Spekulationen zu der Frage, welche Konsequenzen die Aufgabe des ursprünglich angedachten Standorts nun haben wird, wollte sich die Bürgermeisterin nicht einlassen. "Es heißt so viel, dass die Suchkreisanfrage noch zu keinem Ergebnis geführt hat."
Auch beim zweiten Mobilfunkbetreiber Vodafone scheint alles wieder in der Schwebe. Vodafone beabsichtigt, einen 50 Meter hohen Sendemast auf der von der Gemeinde ausgewiesenen Fläche hinter dem Sportplatz zu errichten. Doch der Standort ist wegen des steilen Gefälles schwierig umsetzbar. "Vodafone prüft weiterhin, ob eine Verwirklichung möglich erscheint", teilte Reithmann in der Sitzung mit. Sie rechnet jedoch damit, dass der Anbieter es sich anders überlegt. "Er wird wohl mit neuen Vorschlägen an uns herantreten."