In Icking:WSVI stimmt für Mobilfunkmast

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Von Philipp Prüller, Icking

Die Frage nach Mobilfunkmasten und wo sie in der Gemeinde Icking am besten platziert werden sollten, um einerseits die Versorgung zu gewährleisten, andererseits aber die Bevölkerung möglichst wenig mit den Strahlen belasten, treibt die Kommune seit Jahren um. Nun ist eine wichtige Entscheidung gefallen: Der Wintersportverein Isartal-Icking (WSVI) hatte seine Mitglieder aufgerufen, darüber abzustimmen, ob für sie der Standort auf der Sportanlage des WSVI infrage kommt - den der Mobilfunkbetreiber Vodafone gerne nutzen würde. Das Ergebnis: Die überwiegende Mehrheit des Vereins kann sich den Mast auf dem Gelände vorstellen.

Von den mehr als 900 Mitgliedern des WSVI haben nach Angaben des Vorsitzenden Thomas Scheifl 208 ihre Stimme abgegeben. Davon entfielen 147 Stimmen auf ein "Ja" zum Mobilfunkmast-Standort, 61 votierten dagegen. Dies heißt konkret, dass ein Zufahrtsweg für die Errichtung des Mobilfunkmasts vonseiten des Vereins abgetreten wird.

Das Ergebnis sei nicht überraschend, sagt der Erste Vorsitzende Scheifl. Und das, obwohl der Ickinger SPD-Gemeinderat und langjährige Zweite Vorsitzende des WSVI Julian Chucholowski zuvor mit einer Stellungnahme an die Vereinsmitglieder und den Vorstand gewandt hatte. Sein Appell: "Wenn Ihnen das Ortsbild, die Sportanlage und der WSVI am Herzen liegt, stimmen Sie mit Nein." Zumal ein Funkmast am Sportplatz aus seiner Sicht einen weiteren Bau von Funkmasten nordwestlich des Schulzentrums, zwischen Icking und Ebenhausen, sowie zwischen Icking und Schlederloh nicht verhindern werde.

Doch das sahen nun die Mitglieder des WSVI mehrheitlich anders. Scheifl überraschte das Ergebnis auch deshalb nicht, weil eine zuvor durchgeführte interne Umfrage ein ähnliches Ergebnis gezeigt hatte. Wie es nun tatsächlich mit dem möglichen Bau eines Funkmasts weitergeht, das sei für den Verein "nicht relevant und auch nicht von Interesse", sagt Scheifl pragmatisch. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung hat der WSVI bereits an die Gemeinde weitergeleitet. In nächster Instanz müsse nun Vodafone einen Bauantrag stellen, erklärt Ickings Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI). Noch sei dies jedoch nicht geschehen.

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