Bis Laura von Beckerath (Grüne) im März dieses Jahres als Gemeinderätin aus dem Ickinger Gremium ausgeschieden ist, übte die gelernte Kauffrau und Betriebswirtin auch das Amt der Dritten Bürgermeisterin aus. Diese Funktion wird zumindest bis zu den Kommunalwahlen im Frühjahr 2026 weiter unbesetzt bleiben. Das entschied der Ickinger Gemeinderat jüngst mit 13 zu drei Stimmen.
Für die Grüne-Fraktion sprach sich Jörg Überla zwar dafür aus, wieder einen Dritten Bürgermeister oder eine Dritte Bürgermeisterin bis zu den Wahlen zu benennen, auch wenn es nur für kurze Zeit sei. Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI) argumentierte aber dafür, den Posten aus Verwaltungssicht nicht nachzubesetzen. In den vergangenen fünf Jahren habe die Kommune in der Regel nicht auf die Funktion der Dritten Bürgermeisterin zurückgreifen müssen, so die Rathauschefin. Im Notfall könne das Gremium „ad hoc“ immer noch einen weiteren Stellvertreter oder eine Stellvertreterin ernennen.
Laut Vigdis Nipperdey (Ickinger Initiative) sei seinerzeit ohnehin darüber gesprochen worden, dass es in einer Kommune der Größenordnung von Icking (laut dem BayernPortal hatte die Gemeinde 3744 Einwohner zum Stichtag 30. September 2024) keine drei Rathauschefs brauche. „Jetzt für die kurze Zeit einen Dritten Bürgermeister zu ernennen, ist nicht nötig“, sagte sie.
