Derzeit bestehen keine Überlegungen, die Turnhalle des Rilke-Gymnasiums Icking mit Flüchtlingen zu belegen, auch wenn dringend Plätze gebraucht werden. Das teilte Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) neulich im Rahmen der Ickinger Bürgerversammlung mit. Stattdessen stellt das Landratsamt Niedermaier zufolge Planungen für eine Flüchtlingsunterkunft auf dem Grundstück der ehemaligen, 2018 abgebrannten Reithalle an.
Nach Angaben des Landrats sollen die Planungen künftig nicht mehr den Gemeinden überlassen werden, um eine Situation in Lenggries zu vermeiden, wo der Bauausschuss des Gemeinderats jüngst eine Flüchtlingsunterkunft mit 100 Plätzen abgelehnt hatte. Zuvor war es in der Brauneckkommune zu Demonstrationen gekommen. "Wir fragen die Gemeinden nicht mehr", erklärte Niedermaier das Vorgehen. "Wenn nur noch diskutiert wird, kommen wir nie mehr zu Unterkünften."
