Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Rückkehr zur Atomkraft. Zugleich suchen die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) seit zehn Jahren nach einem Standort in Deutschland, wo 27 000 Kubikmeter hochradioaktiven Abfalls „entsorgt“ werden könnten. Dazu kommen mehr als 130 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Um Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig einzubinden, hat der Gesetzgeber 2016 neben BGE und BASE ein nationales Begleitgremium ins Leben gerufen, in das auch Bettina Gaebel aus Icking gewählt wurde. Seither engagiert sich die Kulturexpertin und Vorsitzende des Vereins „Klangwelt Klassik“ in zentralen Beteiligungsformaten des Verfahrens.
Endlager für Atommüll„Information ist nett, Beteiligung ist besser“
Lesezeit: 4 Min.

Seit zehn Jahren läuft die Suche nach einem Standort zur Lagerung von radioaktivem Atommüll in Deutschland. Die Ickinger Kulturexpertin und Mediatorin Bettina Gaebel begleitet diesen Prozess. Was kann sie bewirken?
Interview von Stephanie Schwaderer, Icking
