Wegen der Corona-Krise tagt der Gemeinderat in Kochel vorerst nicht mehr. Damit die Verwaltung der Kommune handlungsfähig bleibt, wird im Umlaufverfahren ein "Ausschuss in Notzeiten" eingerichtet. Ihm gehören sieben Gemeinderäte und Bürgermeister Thomas Holz (CSU) an, die sich zu den Sitzungen weiterhin im Saal des Rathauses treffen. Damit folge man einer Empfehlung des bayerischen Innenministeriums, teilt Holz mit. "Das ist kommunalrechtlich natürlich absolutes Neuland." Aber das Infektionsrisiko sei hoch, und die Hälfte des Gemeinderats gehörten zur Risikogruppe. Man habe auch überlegt, mit dem gesamten Gemeinderat in den Saal der Heimatbühne umzuziehen. Dort fehle jedoch die Verbindung zum Rathaus-Server, außerdem gingen alle durch die gleiche Tür zum Saal oder zur Toilette, nähmen die gleiche Türklinke in der Hand oder hielten den Sicherheitsabstand beim Kommen oder Gehen nicht ein, so der Bürgermeister. Für den nichtbeschließenden Tourismusausschuss wird ebenfalls eine neue Variante erprobt. Die Mitglieder erhalten vorab detaillierte Unterlagen und können dann in einer Telefonkonferenz noch Fragen stellen.