Die Salesianer Don Boscos trauern um Pater Franz Schmid. Der Ordensgeistliche war Professor für Pädagogik und lange Jahre als Vizepräsident an der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) in Benediktbeuern tätig. Er starb am vergangenen Montag im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit im Kreis seiner Mitbrüder.
Fast sein gesamtes Berufsleben verbrachte der 1944 in Hassbach in Österreich geborene Salesianer im Kloster Benediktbeuern. Schon mit zehn Jahren wollte er Pfarrer werden. Als Schüler eines Salesianischen Gymnasiums entstand dann sein Wunsch, selbst einmal den Salesianern Don Boscos beizutreten. Nach seinem Ordenseintritt im Jahr 1963 studierte Franz Schmid Sozialpädagogik, Philosophie und Theologie in Benediktbeuern, wo er 1974 auch zum Priester geweiht wurde. Im selben Jahr schloss er ein Pädagogikstudium an der Universität in München an, von dort kehrte er 1980 als Dozent und Professor für Pädagogik an die Katholische Stiftungshochschule im Kloster Benediktbeuern zurück. Hier war er unter anderem Leiter des Don-Bosco-Clubs und Leiter des Jugendpastoralinstituts.
1992 wurde Pater Schmid dann Vizepräsident der KSH. In dieser Funktion war er maßgeblich daran beteiligt, den Campus Benediktbeuern von einer sozialpädagogischen Ausbildungsstätte für Salesianer erfolgreich in eine Hochschule für Soziale Arbeit zu transformieren. Mit großem Engagement ermöglichte er den Bau des 1997 eröffneten Studentenwohnheims, der Mensa, einer Sporthalle und der Bibliothek. Für seine außerordentlichen Leistungen erhielt der Salesianer die "Ehrenmedaille" der Stiftung und die "Ehrenbürgerwürde" der KSH.

2008 wurde Pater Schmid in den Ruhestand verabschiedet, lehrte aber noch bis 2011 als Professor. Danach konzentrierte er sich auf seine Aufgaben als Seelsorger und war von 2014 an Leiter des Klosterarchivs. "Sein Wirken war geprägt von viel Geduld und Großmut, Güte und Herzenswärme - gegenüber den Studentinnen und Studenten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung und im Kollegium", teilt der Salesianerorden mit.