Hilfe in der Corona-KriseGefragte Baumwolle

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Betucht: Die Wolfratshauserin Assunta Tammelleo schützt sich mit einer modischen Gesichtsmaske.
Betucht: Die Wolfratshauserin Assunta Tammelleo schützt sich mit einer modischen Gesichtsmaske. Hartmut Pöstges

Die bald obligatorischen Gesichtsmasken gibt es vielerorts

Von Lea Gittermann, Wolfratshausen

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Schutzmasken für Mund und Nase sind auch im Landkreis eine begehrte Ware. Denn von kommender Woche an sind sie beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend zu tragen. In vielen Apotheken gibt es aufgrund der hohen Nachfrage bereits Engpässe. Für den Erwerb einfacher Schutzmasken gibt es aber auch zahlreiche alternative Anlaufstellen. Viele Geschäfte haben ihre Produktion auf die gefragten Stoffprodukte umgestellt, einige Initiativen bieten sie sogar umsonst an.

Kaufen kann man Masken etwa bei der Wäscherei am Untermarkt in Wolfratshausen. Wie Inhaberin Sinan Karaman erzählt, ist der Verkauf aus einer private Nähaktion einer Freundin entstanden. Inzwischen erlebe die Wäscherei einen massiven Ansturm auf das Angebot. Für eine Baumwollmaske, die sich bei 60 Grad waschen lässt, zahlt man dort sechs Euro. In Penzberg bei der Trachtenstube Inge stehen die Menschen ebenfalls für einen Mundschutz Schlange. Das Geschäft war vom Klinikum Penzberg angefragt worden, ob man Schutzmasken nähen könne, da es nicht mehr genügend gab. Tatjana Patermann und ihr Team aus fünf Schneiderinnen nähen seither nicht nur für das Krankenhauspersonal, sondern auch für die Polizei und nun für alle. Die Masken in der Trachtenstube sind aus doppellagiger Baumwolle, der Nasenbügel aus Aluminium lässt sich gut biegen und ist leicht zu waschen. Die günstigste Version kostet dort sieben Euro.

Auch in Münsing werden fleißig Masken hergestellt: Das Nähcafé unter Leitung von Nicole Ebner hat die Produktion von Stoffbeuteln auf Mundschutz umgestellt, den es dort sogar kostenfrei gibt. Sechs Näherinnen und Näher haben in den vergangenen vier Wochen 450 Masken hergestellt. Fleißig produziert wird auch beim Raumausstatter Heiduk in Wolfratshausen. Zwei bis drei Näherinnen sind in dem Laden beschäftigt. Sie berücksichtigen auch Kundenwünsche in puncto Größe, Farbe und Muster. Die Masken kann man telefonisch unter 08171/18510. bestellen und im Laden in der Bahnhofsstraße abholen. Sie kosten zehn Euro, ein Euro davon geht als Spende an das Rote Kreuz.

Unter dem Motto "WOR näht" hat Ines Lobenstein gemeinsam mit 30 Frauen aus der Region in den vergangenen Wochen schon ganze 3000 Masken genäht und verschenkt. "Jeder soll eine Maske bekommen und damit sich sowie andere schützen können", sagt die Wolfratshauserin. Bestellen kann man die Masken via SMS unter 0152/54 54 33 55.

© SZ vom 21.04.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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