Das Angebot der telefonischen Hebammensprechstunde geht zu Ende. 2020 war diese kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Betrieb gegangen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen konnte entgegen der Planungen keine Präsenz-Sprechstunde angeboten werden. Das telefonische Beratungsangebot wurde jedoch in der Folge nur wenig in Anspruch genommen, heißt es nun in einer Pressemeldung der Kreisbehörde. Bis Ende Juni stehen nun noch zwei der ursprünglich vier Hebammen, die diesen Service neben ihrer eigentlichen Tätigkeit bewältigten, für Fragen von Schwangeren und Wöchnerinnen zur Verfügung. Dann wird das Angebot zum 30. Juni eingestellt.
Landrat Josef Niedermaier (FW) dankt den Hebammen für ihr Engagement und bedauert diese Entwicklung. Er betont aber zugleich, dass gemeinsam mit der Verwaltung bereits überlegt wird, ob und wie der Landkreis in anderer Form darauf hinwirken kann, dass Frauen bei Bedarf zügig und unkompliziert eine Hebamme finden.
Förderbescheide sind versendet
Zugleich meldet die Kreisbehörde, dass die Förderbescheide im Rahmen der Zuweisungen des Freistaats Bayern für Hebammen, die im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in der Wochenbettbetreuung tätig sind, versendet wurden. Insgesamt erhielten 14 Hebammen eine Zuschusszusage für 2022. Damit unterstützen der Freistaat Bayern und der Landkreis die geburtshilfliche Versorgung.
Den Zuschuss erhält jede Hebamme, die im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen pro Kalenderjahr mindestens 15 Mütter im Wochenbett mit jeweils mindestens drei Hausbesuchen betreut haben. Hebammen, die mindestens 25 Mütter betreut haben, werden mit einem höheren Betrag unterstützt. Die Höhe des Förderbetrages, inklusive des zehnprozentigen Anteils des Landkreises, betrug für drei Hebammen jeweils 1088 und für elf Hebammen jeweils 2176 Euro. Insgesamt wurden 27 200 Euro ausbezahlt.
Noch liegt der Förderbescheid für 2023 nicht vor. Sobald dies der Fall ist, wird das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen die Hebammen wieder anschreiben respektive aufrufen, damit sie ihren Antrag auf Förderung entsprechend einreichen können.
Wer nach einer Hebamme sucht, findet alle, die in der Region tätig sind, auf der Übersichtsliste des Verbandes der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) unter https://www.gkv-spitzenverband.de/service/hebammenliste/hebammenliste.jsp.
