Gute Aussicht:Bis zu 170 Zentimeter Schnee

Walchensee Jochberg PSW Pumpspeicherkraftwerk Jochberg

Schlepper am Herzogstand.

(Foto: Manfred Neubauer)

Auf dem Brauneck und Herzogstand geht schon noch was für Skifahrer

Von Benjamin Engel, Kochel am See/Lenggries

Im Tal sprießen zwar schon die Frühlingsblumen. Doch noch liegt am Brauneck und am Herzogstand ausreichend Schnee für den Skibetrieb. Nach der abgeschlossenen Modernisierung läuft die Bergbahn auf den Herzogstand seit vergangenem Samstag täglich. Für die Talabfahrt bis nach Urfeld reicht die Unterlage nicht mehr. Aber während der Osterfeiertage - Karfreitag, 30. März, bis Ostermontag, 2. April - ist der Schlepplift am Fahrenberg für die Skifahrer nochmals geöffnet. Noch 120 Zentimeter Schnee maß der bayerische Lawinenwarndienst an der Messstation in 1575 Metern Seehöhe.

Am Lenggrieser Hausberg Brauneck endet die Skisaison erst zum Osterferienschluss am Sonntag, 8. April. Derzeit sind noch 15 von 16 Liften und alle Abfahrten bis ins Tal in Betrieb. Die Bergbahn GmbH meldet 170 Zentimeter Schnee am Berg und 20 Zentimeter im Tal. Zudem gilt am Mittwoch, 3. April, in allen Alpen-Plus-Skigebieten, zu denen das Brauneck zählt, die Aktion "Hahn im Korb". Jeder Mann, der mit drei Skifahrerinnen oder Snowboarderinnen zur Kasse kommt, erhält den Tagesskipass zum halben Preis. Wie Alpen-Plus-Sprecher Peter Lorenz sagt, ist die Aktion mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Mittwochs, am Ladies Day, führen die weiblichen Gäste zu vergünstigten Konditionen. Männern sollte es nicht schwer fallen, Begleiterinnen zu finden.

Die Pendelbahn auf den Herzogstand existiert seit 1994. In neue Technik hatten die Gesellschafter der Betreiber-GmbH rund 550 000 Euro investiert. Mit der Umrüstung war das Innsbrucker Unternehmen Frey Austria beauftragt. Für die neue elektrische Steuerungsanlage wurden laut Betreiber in nur 75 Tagen Bauzeit acht neue Schaltschränke, sieben in der Tal-, einer in der Bergstation, installiert. Das Steuerpult ist nun digital mit den Gondeln verbunden. Über Touchscreens können die Kabinenbegleiter die wichtigsten Betriebsdaten digital abrufen. Dank digitaler Anbindung und Signalübetragung lässt sich die Bahn auch von der Bergstation steuern. Auch eine Fernwartung ist möglich.

Das Projekt wurde nach Zeitplan fertiggestellt. Darüber freut sich Jörg Findeisen, Geschäftsführer der Herzogstandbahn: "Wir sind für die Zukunft top aufgestellt", sagt er. Der Kochler Bürgermeister Thomas Holz (CSU) bedankt sich bei den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Der einstige Lieblingsberg König Ludwigs II. ist bei Skitourengehern geschätzt. Rund fünf Kilometer lang ist die Talabfahrt bis nach Urfeld am Walchensee. Der steile, 200 Höhenmeter überwindende Schlepplift am Fahrenberg ist schon seit den 1970er-Jahren in Betrieb. Laut Christian Held läuft der Schlepper bei ausreichend Schnee in den Weihnachts-, Faschings- und Osterferien sowie am Wochenende. Und der Betrieb solle so weiterlaufen, sagt er.

© SZ vom 29.03.2018
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