Kommunale Finanzen:Rekordetat in Münsing

Lesezeit: 1 min

Kommunale Finanzen: Münsings Kämmerer Hubert Kühn kann mit Rekordeinnahmen kalkulieren. Damit in Zeiten von Negativzinsen richtig umzugehen, sei arbeitsaufwändig, sagt er.

Münsings Kämmerer Hubert Kühn kann mit Rekordeinnahmen kalkulieren. Damit in Zeiten von Negativzinsen richtig umzugehen, sei arbeitsaufwändig, sagt er.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die Gewerbesteuereinnahmen sind mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Die anhaltenden Krisenmeldungen scheinen auf den Münsinger Haushalt kaum zu wirken. Stattdessen sind speziell die Gewerbesteuereinnahmen stark angestiegen - und das um gleich drei Millionen auf nun fünf Millionen Euro. In Krisen gebe es eben, anders als viele zuerst dächten, auch zahlreiche Gewinner und nicht nur Verlierer, so Kämmerer Hubert Kühn. Er spricht von ein paar Großplayern, die den Hauptteil der Gewerbesteuerzunahme ausmachten. Vor allem der Immobilien-, Finanzdienstleistungs- sowie Medizinsektor profitiere von den derzeitigen Entwicklungen. Die Gewerbesteuereinnahmen seien in Münsing momentan doppelt so hoch wie im Schnitt der jüngsten Jahre, so Kühn. "Man hofft, dass das so bleibt." Knapp 50 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen fließen aber über die Kreisumlage beziehungsweise die Gewerbesteuerumlage ab.

Der heurige Gesamtetat steigt auf eine Summe von 25,1 Millionen Euro und erreicht damit laut Bürgermeister Michael Grasl (FW) Rekordniveau. Im Vorjahr waren es noch um die 15 Millionen Euro. Das liege an der enormen Steuerkraft und den Investitionen für das Bürgerhaus, so der Rathaus-Chef. Die Kommune könne aber einen Großteil der Baukosten dafür aus eigenen Ersparnissen bestreiten. "Wir greifen dieses Jahr zwar in die Rücklage, planen aber keine Neuverschuldung." Gleichzeitig müsse die Gemeinde aber auch den Mut haben, Projekte zurückzustellen. Schwerpunkte müssten gesetzt werden. Auf der Prioritätenliste der Kommune stünden 20 Projekte mit einem Volumen von 20 Millionen Euro. "Wir werden nicht alles von heute auf morgen schaffen", so Bürgermeister Grasl.

Für den Bürgerhaus-Neubau plant die Verwaltung, heuer 7,45 Millionen Euro auszugeben. Das macht den Hauptanteil aller Investitionen im knapp 9,89 Millionen Euro umfassenden Vermögenshaushalt aus. Für den Straßenbau will die Kommune heuer 350 000 Euro ausgeben, Generalsanierungsmaßnahmen an der Weipertshausener Ortsdurchfahrt, dem Kirchberg in Degerndorf oder der Verbindung von dort nach Bolzwang inklusive.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB