NachrufTrauer um Gerhard Meinl

Gerhard Meinl gehörte zu den herausragenden Kommunalpolitikern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Jetzt ist er mit 68 Jahren gestorben.
Gerhard Meinl gehörte zu den herausragenden Kommunalpolitikern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Jetzt ist er mit 68 Jahren gestorben. Harry Wolfsbauer

Der CSU-Politiker und Musikinstrumentenbauer ist mit 68 Jahren gestorben. Vier Jahrzehnte lang prägte er die Politik in Geretsried und im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen maßgeblich mit.

Von Klaus Schieder, Geretsried

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Er war einer der prägenden Kommunalpolitiker im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Nach kurzer Krankheit ist Gerhard Meinl am Donnerstag im Alter von 68 Jahren gestorben. Für die CSU saß er seit 1986 im Geretsrieder Stadtrat, war über viele Jahre hinweg Fraktionssprecher seiner Partei und seit 2002 auch stellvertretender Bürgermeister. Dem Kreistag hörte er von 1990 bis 2008 an. Zur Kommunalwahl am 8. März war Meinl nicht mehr angetreten. Zu Beginn der Sitzungsperiode im neu gewählten Stadtrat hätte er für sein langjähriges Wirken geehrt werden sollen. Das hat er nun nicht mehr erlebt.

Gerhard Meinl wurde in Kempfenhausen geboren. Nach dem Abitur in Bad Tölz studierte er Rechtswissenschaften und Philosophie an der Ludwig-Maximilian-Universität München, an der Université de Fribourg und an der Hochschule München. Er legte beide juristische Staatsexamina ab, entschied sich dann aber anders. Meinl absolvierte eine Lehre als Metallblasinstrumentenmacher sowie eine Ausbildung als Trompeter und trat im Jahr 1984 in das Unternehmen Wenzel-Meinl ein, das er 2012 an die französische Buffet Crampon Group verkaufte.

Daneben war Meinl ein unermüdlicher Förderer der deutsch-französischen Freundschaft. Er galt als enger Freund des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Er wurde  2002 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.

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