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Geretsrieder Politik:Endspurt für Bücherei-Umbau

Björn Rodenwaldt, Leiter der Geretsrieder Stadtbibliothek, ist stolz auf das in den vergangenen Jahren Erreichte: "Die Bibliothek wird seit 2015 umgebaut, jetzt befinden wir uns im Endspurt." Zuerst wurden der Thekenbereich und der Gaming-Raum umgestaltet, das Finale bildet nun der Belletristik- und Krimibereich, den Rodenwaldt in Rot und Schwarz gestalten will. Regale, Möbel und Teppiche haben seit 2015 ein farbenfroheres und nutzerfreundlicheres Gewand bekommen, wie der Büchereichef dem Stadtrat am Dienstag anhand einer Präsentation veranschaulichte. "Auch das Untergeschoss wird seit dem Umbau sehr gut genutzt." Vorher habe es nur wenig Anziehungskraft gehabt - vor allem wegen der unpassenden, wenig einladenden Möblierung.

All dies kommt an bei der Bevölkerung. Die Besucherzahlen können sich sehen lassen. "2019 hatten wir 57 086 Besucher", sagte Rodenwaldt. Auch in den Jahren zuvor habe man die Marke von 50 000 Lesehungrigen überschritten. Aus dem Stadtrat erhielt Rodenwaldt fraktionsübergreifend Lob. Die Bücherei habe "Strahlkraft weit über die Grenzen Geretsried hinaus", sagte Hans Ketelhut (CSU). Der Bücherei-leiter appellierte an den Stadtrat, den Umbau weiterhin zu unterstützen, damit man im Jubiläumsjahr fertig werde. Die Bibliothek kann 2021 auf 25 Jahre Betrieb an der Adalbert-Stifter-Straße zurückblicken. Noch einen Wunsch äußerte der Leiter: ein Bücherei-E-Bike zur Auslieferung von ausgeliehenen Medien. Hans Hopfner (SPD) gab zu bedenken, dass früher bereits ein Lieferservice existierte, der aber nicht ausreichend angenommen wurde. "Mit der entsprechenden Unterstützung erwarte ich, dass das noch mal Sinn macht", konterte Rodenwaldt. Martina Raschke (Grüne) sprach von einer "ganz tollen Idee", auch Ketelhut war begeistert. Er will die Entwicklung der Stadtbücherei vorantreiben, solange es dort so einen "hyperaktiven Mann" wie Rodenwaldt gebe. Auf einen konkreten Fahrplan wollte sich der Stadtrat indes noch nicht festlegen.

© SZ vom 10.09.2020 / zimp

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