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Geretsried:SPD trauert um Helmut Halba

Helmut Halba Schwarz-Weiß

Halba saß 35 Jahre lang für die SPD im Stadtrat von Geretsried. Nun ist der engagierte Kommunalpolitiker im Alter von 82 Jahren gestorben.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die SPD in Geretsried hat einen ihrer Charakterköpfe verloren: Helmut Halba, der für die Sozialdemokraten 35 Jahre lang im örtlichen Stadtrat saß, ist am Donnerstag vergangener Woche im Alter von 82 Jahren gestorben. Nach einem Herzinfarkt im November hatte er sich gesundheitlich nicht mehr richtig erholt. Nun ist er zu Hause bei seiner Frau Erika "friedlich eingeschlafen", wie seine Tochter Kerstin Halba sagt, die nun ebenfalls schon länger im Geretsrieder Stadtrat sitzt.

Halba wurde im nordböhmischen Liberec geboren, das im Deutschen auch unter dem Namen Reichenberg bekannt ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von zehn Jahren nach Geretsried. Dort arbeitete er 50 Jahre lang für das Chemieunternehmen Böhme, erst als Laborant, später als Produktionsleiter. Und auch im Geretsrieder Vereinsleben mischte Halba groß mit. Vor gut 50 Jahren gründete er mit anderen Freizeitkickern die Fußballfreunde Geretsried und engagierte sich unter anderem bei der Eghalanda Gmoi und dem Gartenverschönerungsverein. Dabei war er vor allem stolz darauf, was sich an seinen Obstbäumen und in seinem Gewächshaus jedes Jahr alles ernten ließ.

2008 bei seinem Ausscheiden aus dem Stadtrat bekam Halba von der damaligen Bürgermeisterin Cornelia Irmer noch den Ehrenring der Stadt überreicht. Zwei Jahre später bekam er für sein langes kommunalpolitisches Engagement die Ehrenmedaille des Landkreises. Halba starb am 14. Januar, seine Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

© SZ vom 20.01.2021 / SZ
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