Baubeginn in GeretsriedSpatenstich für die Super-Mittelschule

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Symbolischer Start eines Großprojekts: Schülerinnen und Schüler, sowie Vertreterinnen aus Politik, Institutionen und beteiligten Firmen beim Spatenstich für den Schulneubau.
Symbolischer Start eines Großprojekts: Schülerinnen und Schüler, sowie Vertreterinnen aus Politik, Institutionen und beteiligten Firmen beim Spatenstich für den Schulneubau.
Harry Wolfsbauer
  • Geretsried investiert 55 Millionen Euro in die Erweiterung und Generalsanierung der Mittelschule an der Adalbert-Stifter-Straße.
  • Die beiden Mittelschulstandorte werden zusammengelegt, wobei der Erweiterungsbau bis August 2029 und alle Arbeiten bis Mitte 2031 fertig sein sollen.
  • Die neue Schule bietet Platz für 25 Klassen plus drei Sonderklassen, Fachräume, Ganztagsbetreuung und eine Mensa mit Dachterrasse.
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Geretsried investiert 55 Millionen Euro in die Erweiterung und Sanierung der Mittelschule. An der Adalbert-Stifter-Straße entsteht so ein gemeinsamer Schulstandort, der bis 2031 fertig sein soll.

Von Petra Schneider, Geretsried

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Die Baugrube neben der Mittelschule an der Adalbert-Stifter Straße ist bereits ausgehoben, am Mittwoch haben etwa 70 Gäste bei strömendem Regen den Startschuss für eines der größten Bauprojekte der Stadt gefeiert: die Erweiterung und Generalsanierung der Mittelschule, die lange geplant wurde und viel Geld kostet. Stolz und Freude über das Mammutprojekt, das laut Bürgermeister Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) „die größte Investition der letzten Jahrzehnte“ ist, konnte das schlechte Wetter nicht trüben. Rund 55 Millionen Euro investiert die Stadt in den Schulstandort. Ziel ist die Zusammenlegung mit der Karl-Lederer-Mittelschule, die bislang an einem zweiten Standort an der Johann- Sebastian-Bach Straße situiert war.

Durch die Zusammenführung sollen Abläufe und Organisation künftig einfacher werden. Für den dafür nötigen Erweiterungsbau an der Adalbert-Stifter-Straße, der rund 37 Millionen Euro kostet, wurde eine staatliche Förderung von 14 Millionen Euro bewilligt. Er soll bis August 2029 fertig sein. In einem zweiten Bauabschnitt wird das Bestandsgebäude, das 1975 gebaut wurde, generalsaniert. Alle Arbeiten sollen bis Mitte 2031 abgeschlossen sein. „Dieses Projekt ist weit mehr als eine Baumaßnahme“, erklärte Bürgermeister Kohlert. „Es ist eine Investition in Bildung, in Chancengleichheit und in die Zukunft unserer Stadtgesellschaft.“

Das Projekt hat eine längere Vorgeschichte. Bereits im Stadtleitbild aus dem Jahr 2013 wurde unter Alt-Bürgermeisterin Cornelia Irmer, die zum Spatenstich gekommen war, das Ziel verankert, die beiden Schulstandorte zusammenzuführen. Unter ihrem Nachfolger Michael Müller, der am Mittwoch ebenfalls unter den Gästen war, folgten Machbarkeitsstudien, Planungen, Genehmigungsverfahren. Dass die Schule weiterhin als klassische Flurschule mit festgelegten Klassenzimmern und nicht nach dem „Lernhauskonzept“ geplant wurde, sei ein dezidierter Wunsch der Schulleitung gewesen, welche die Planungen über Jahre hinweg „engagiert begleitet“ habe, sagte Bürgermeister Kohlert. Gute Schulgebäude entstünden nicht allein „nach architektonischen Trends, sondern dann, wenn sie zu den Menschen passen, die darin lernen und arbeiten“, erklärte Stadtbaurat Rainer Goldstein.

Viel Lob für das Großprojekt gab es denn auch von der Schule. Geretsried habe „Mut, Weitsicht und Verantwortungsbereitschaft“ bewiesen, um einen Ort zu schaffen, „an dem sich junge Menschen wohlfühlen“, betonte der langjährige Schulleiter Florian Kropius, der wie seine Stellvertreterin Claudia Rosen die Schule zu den Sommerferien allerdings verlässt. Zukünftig wird die Adalbert-Stifter-Mittelschule Platz für 25 Klassen sowie drei Sonderklassen bieten, Fachräume und Räume für die Ganztagsbetreuung sowie eine Mensa mit Dachterrasse. Zwischen Anbau und Bestand wird ein Verbindungsgebäude gebaut.

Geistlicher Beistand: Die Pfarrer Anreas Vogelmeier und Theo Heckel mit Bürgermeister Patrick Kohlert (von links) haben sich für den Segen zum Spatenstich ins trockene Bestandsgebäude begeben. Angesichts des nassen Wetters habe er „das Weihwasser zu Hause gelassen“, erklärte Vogelmeier.
Geistlicher Beistand: Die Pfarrer Anreas Vogelmeier und Theo Heckel mit Bürgermeister Patrick Kohlert (von links) haben sich für den Segen zum Spatenstich ins trockene Bestandsgebäude begeben. Angesichts des nassen Wetters habe er „das Weihwasser zu Hause gelassen“, erklärte Vogelmeier.
Harry Wolfsbauer

Eine große Rolle bei den Planungen habe das Thema Nachhaltigkeit gespielt, sagte Kohlert, der auf Dachbegrünung und Photovoltaikanlage sowie die energetische Sanierung des Bestandsgebäudes verwies. Dass für den Erweiterungsbau „100 wertvolle Bäume“ weichen mussten, bedauerte Marcus Scholz, Geschäftsführer des zuständigen Architekturbüros Haindl, ausdrücklich. Es seien aber Neupflanzungen vorgesehen und die Außenanlagen so konzipiert, dass sie eine natürliche Atmosphäre schaffen: Sitztreppen, Bewegungsangebote mit Klettermöglichkeiten, Schulgarten, neu gestaltete Grünflächen. Die in der Mittelschule beheimatete Musikschule wird während der Sanierungsphase im Erweiterungsgebäude untergebracht und kehrt anschließend wieder in ihre angestammten Räumlichkeiten zurück. Was mit der Karl-Lederer-Mittelschule geschieht, die dann nicht mehr gebraucht wird, steht noch nicht fest.

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