Nach BrandGeplanscht wird später

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Die Eröffnung des neuen Hallenbads in Geretsried verzögert sich.

Von Florian Zick, Geretsried

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Der kleine Brand auf der Baustelle für das interkommunale Hallenbad in Geretsried hat offenbar doch weitreichendere Konsequenzen als zunächst gedacht. Die Befürchtung, dass sich durch die Hitzewirkung Stahlträger verformt hätten, habe sich zwar nicht bestätigt, sagte Bürgermeister Michael Müller (CSU) am Dienstagabend in der Stadtratssitzung. Die glänzende Edelstahlwanne im künftigen Schwimmbecken habe sich an der Brandstelle allerdings braun verfärbt. Zudem müsse man auch noch die Wasserleitungen und Stromkabel im Umfeld prüfen. Auch Malerarbeiten und eine Rußbeseitigung seien definitiv notwendig, so der Rathauschef. Was das insgesamt kosten wird, könne man noch nicht sagen. Aber alleine das Ersatzteil für das Edelstahlbecken kostet schon 8500 Euro.

Auch die eigentlich für kommenden März geplante Eröffnung ist damit hinfällig. Wie genau sich der Zwischenfall auf die Bauzeit auswirken wird, könne man zwar noch nicht sagen, so Müller. Eigentlich hätte das Becken aber noch dieses Jahr auf Dichtheit geprüft werden sollen. Dieser Zeitplan habe sich nun natürlich erübrigt, erklärte der Bürgermeister. Die Stadt geht davon aus, dass man das neue Hallenbad nun erst im Mai aufsperren kann. Aber auch das sei noch eher vage, so Müller. Vor dem Start der Reparaturarbeiten müsse man schließlich auch erst noch die Haftungsfragen klären.

Auf der Baustelle war am Nachmittag des 24. November Feuer ausgebrochen. Bei Schweißarbeiten hatte sich hinter dem Edelstahlbecken Dämmmaterial entzündet. Weil dabei eine riesige Rauchwolke entstand, rückten gleich mehrere Feuerwehren aus der Umgebung an. Da die Bauarbeiter das Feuer sehr schnell selbst löschen konnten, ging die Polizei in einer ersten Kostenschätzung nur von einem Sachschaden von 20 Euro aus. "Mit 20 Euro ist es jetzt allerdings nicht getan", sagte Bürgermeister Müller in der Stadtratssitzung. Der Schaden sei leider doch durchaus beträchtlich.

© SZ vom 10.12.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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