Die Fakten sind eindeutig, die Interpretationen nicht ganz deckungsgleich: Die Stadt Geretsried hat zur Mitte dieses Jahres festgestellt, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer zum Jahresende nicht – wie im Etat veranschlagt – bei 21,5 Millionen Euro liegen werden, sondern eher bei 15 Millionen. Bürgermeister Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) sagt dazu auf SZ-Nachfrage: „Die Wirtschaftskrise kommt bei uns an.“ Die Sprecherin der Industrie- und Handelskammer für (IHK) München und Oberbayern relativiert dies, da „die Gewerbesteuereinnahmen einer Kommune allein kein zuverlässiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung sind“. Zwar könne ein Trend als Warnsignal aufgefasst werden, so Katharina Toparkus. Doch Gewerbesteuereinnahmen entwickelten sich oft unstetig.
Kommunaler HaushaltGeretsried steuert auf Finanzkrise zu
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Satt der veranschlagten 21,5 Millionen Euro nimmt die Stadt Geretsried heuer nur rund 15 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer ein.
imago stock&peopleGeretsried nimmt fünf Millionen Euro Gewerbesteuer weniger ein als im Etat veranschlagt. Sprecher von IHK und Industriegemeinschaft skizzieren die Situation als herausfordernd für Betriebe und wünschen sich von der Stadt keine zusätzlichen Belastungen.
Von Felicitas Amler, Geretsried
