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Geretsried:Das plant die VHS 

Jubiläumsjahr 2020

Beate Ruda leitet die VHS in Geretsried.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Folgen der Krise

Die von Beate Ruda geleitete Volkshochschule (VHS) Geretsried ist im Gegensatz zu Bad Tölz und Wolfratshausen kommunalisiert. Träger ist hier nicht ein eingetragener Verein, sondern die Stadt. Die Frage nach dem absehbaren Defizit durch die Corona-Krise beantwortet Rathaussprecher Thomas Loibl so: "Die Kollegen rechnen aufgrund der Pandemie für das Gesamtjahr natürlich mit deutlich weniger Einnahmen. Da die VHS dem städtischen Fachbereich Kultur und Archiv angehört, wird sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner kommenden Sitzung auch mit diesem Thema beschäftigen. Dem kann ich aktuell leider noch nicht vorgreifen."

Zur Umsetzung des Hygienekonzepts gehöre es bei der VHS Geretsried, dass Teilnehmer am ersten Kurstag persönlich über alle Maßnahmen und deren Wichtigkeit aufgeklärt werden.

Beginnend mit der Wiedereröffnung am Montag würden, so heißt es weiter, voraussichtlich bis zu zwölf Sport- und Gesundheitskurse mit Präsenz stattfinden. Dazu kämen noch bis Ende Juni sechs Yoga-Onlinekurse. Außerdem würden 18 Sprachkurse fortgesetzt und ein Englischkurs online beendet. Dies gelte auch für die beiden Trommelkurse.

"Mindestens die gleiche Zahl Kurse musste abgesagt werden; oft darin begründet, dass zu wenige Teilnehmer weitermachen oder Dozenten vorsorglich erst im Herbst wieder beginnen wollten." Auch fast alle geplanten Einzelveranstaltungen seien abgesagt worden, darunter die Vortragsreihen zum Stadtjubiläum oder dem Label "Stadtgrün naturnah", um das sich die Stadt Geretsried in diesem Jahr bemüht, und die Monokel-Termine. "Monokel" ist eine Veranstaltungsreihe mit Buchvorstellungen, Vorträgen und Lesungen in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe Geretsried "Ich für Dich" und der Stadtbücherei. Sie richtet sich laut Programm vor allem an "die Generation 50 plus". Konkret entfallen nun "Ein Nachmittag am Bienenhaus in Gelting" und "Die Olympischen Spiele". Es sei geplant, so der Rathaussprecher, manche der abgesagten Einzelveranstaltungen noch nachzuholen oder im nächsten Semester neu anzusetzen.

Auf die Frage, ob sich die Corona-Krise im Kursangebot spiegelt, heißt es: "Aufgrund der Pandemie gibt es derzeit Gedanken, im Herbstprogramm verstärkt Vorträge zur Gesundheitsvorsorge anzubieten."

© SZ vom 13.06.2020 / fam

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