Barrierefreiheit:"Von jetzt auf gleich habe ich nichts mehr gesehen"

Lesezeit: 5 min

Blind in Geretsried

Neben den Rillen des Leitsystems für Sehbehinderte im Geretsrieder Zentrum lassen sich verwirrend viele andere Vertiefungen ertasten.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Christian Kopperschmidt war 23 Jahre alt, als ein Gehirntumor ihn erblinden ließ. Wie findet man sich zurecht in einer Stadt, wenn man sich nicht mehr auf die Augen verlassen kann? Ein Spaziergang durch Geretsried.

Von Felicitas Amler

Sie sehen fast nichts - und wir sehen sie meist gar nicht. Dabei gebe es sehr viel mehr sehbehinderte Menschen, als man gemeinhin wisse, sagt eine Sprecherin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds. Und Ralph Seifert, Beauftragter für Menschen mit Behinderung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, ist überzeugt: "Dieses Thema findet grundsätzlich viel zu wenig Beachtung." Schließlich lebten unter uns mehr Blinde und Sehbehinderte als Körperbehinderte, so Seifert. Da es vielfach Menschen sind, die erst im hohen Alter schwer sehbehindert werden, sind sie nicht unbedingt im Straßenbild zu entdecken.

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