VortragÜber die Risiken und Nebenwirkungen der Militarisierung

Die Erkennungsmarken der Bundeswehr, im Soldatenjargon „Hundemarken“ genannt, dienen dazu, Tote zu identifizieren. Sie sind Teil der Ausstellung „Kriegstüchtig“ von Günter Wangerin.
Die Erkennungsmarken der Bundeswehr, im Soldatenjargon „Hundemarken“ genannt, dienen dazu, Tote zu identifizieren. Sie sind Teil der Ausstellung „Kriegstüchtig“ von Günter Wangerin.
Catherina Hess

Eine Vertreterin der Arztinnen für die Verhütung des Atomkriegs spricht im Rahmen der Ausstellung „Kriegstüchtig“ in Gelting.

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Über die „Risiken und Nebenwirkungen der Militarisierung des Gesundheitswesens“ klärt die promovierte Ärztin Hildegard Fischer an diesem Donnerstag, 7. Mai, im Geltinger „Hinterhalt“ auf (Beginn 19 Uhr). Der Titel ihres Vortrags lautet: „Wir werden euch nicht helfen können.“ Fischer ist Sprecherin der Regio-Gruppe München der Internationalen Ärztinnen für die Verhütung des Atomkriegs – Ärztinnen in sozialer Verantwortung (IPPNW). „Im Geiste der Zeitenwende soll das Gesundheitswesen auf kriegerische Auseinandersetzungen vorbereitet werden“, heißt es in der Einladung. Das reduziere die ohnehin knappen Mittel und erzeuge „die Illusion“, dass medizinische Hilfe im Atomkrieg möglich sei. „Die Prävention von Kriegen, ob konventionell oder nuklear, ist die beste Medizin.“

Der Vortrag begleitet die Ausstellung „Kriegstüchtig“ des Aktionskünstlers Günter Wangerin. Das lokale „Forum für Frieden“ hat sie nun, unterstützt vom Kulturverein Isar-Loisach, nach Gelting geholt. Initiator ist der Wolfratshauser Grünen-Politiker Hans Schmidt.

Das „Forum für Frieden“ besteht seinen Worten nach aus Menschen, „die die einseitige Ausrichtung auf Militär und Gewalt in der zwischenstaatlichen Politik nicht mehr ertragen“.  Sie alle teilten die Überzeugung, dass nur vertrauensbildende Maßnahmen, Gespräche und Verhandlungen einen Ausweg aus Konflikten böten. „Kriege sind das Schlimmste, was den Menschen geschehen kann.“

Sinn der Ausstellung sei es, die Nutznießer von Kriegen an den Pranger zu stellen, um ein Umdenken zu ermöglichen. „Welche Gesellschaft wäre möglich, welche weltweite Entwicklung, wenn die Länder auf Rüstung und Rüstungswettläufe verzichten würden!“ Die Schau läuft bis Ende Mai.

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