Süddeutsche Zeitung

Geförderte Wohnungen:Hebauf in Schäftlarn

Bis April 2020 sollen sieben neue Wohnungen bezugsfertig sein

Die Gemeinde Schäftlarn hat bereits vor einigen Jahren das Problem der Wohnungsknappheit für Gering- und Wenigverdiener im Münchner Umland erkannt. Durch den starken Zuzug rund um die Landeshauptstadt steigen die Preise und das Angebot an erschwinglichem Wohnraum sinkt. Die Gemeinde hat nun eines von drei gemeindlichen Wohnprojekten feierlich eingeweiht. Am vergangenen Freitag sprach Zimmermeister Michael Waldherr den Richtspruch auf dem Dach des Rohbaus, bevor er der Tradition folgend ein Glas hinunterwarf.

Das neue Wohnhaus an der Schorner Straße 13 wird Platz für sieben Mietparteien bieten, außerdem ein Kellergeschoss und einen Aufzug. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt rund 200 Quadratmeter. Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) bedankte sich in seiner Festansprache bei allen Beteiligten des Projektes. Er hoffe, dass die Wohnungen bis zum April 2020 bezugsfertig seien, sagte Ruhdorfer. Sie würden dringend benötigt.

Gefördert wird der Mietwohnungsbau durch den Freistaat. Dieser hatte beschlossen, den kommunalen Wohnungsbau im Zuge eines Förderprogramms mit bis zu 30 Prozent der Kosten zu bezuschussen. Das Haus in der Schornerstraße wird rund zwei Millionen Euro kosten, der Staat übernimmt 690 000 Euro. Die Gemeinde hat einen Kredit aufgenommen, der mit der Einnahme der Mieten abgezahlt werden soll.

Auf die Frage, nach welchen Kriterien die Wohnungen zugeteilt werden, antwortete Ruhdorfer im Zuge der Planungen vor zwei Jahren, dass weder Einkommen noch Vermögen der wohnungssuchenden Person hoch seien dürften. Die Gemeinde wolle mit dem Angebot vor allem Beschäftigte im Ort wie Kinder- oder Altenpfleger unterstützen.

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Quelle:
SZ vom 16.09.2019
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