Gastronomie Neues Wirte-Duo in der Stadthalle

Tamara Wirth (links) und Adrian Auer (2.v.l.) sind von Februar an die Gastgeber in der Stadthallen-Gastronomie. Beide sind gebürtige Penzberger und freuen sich auf ihr neues Projekt. Ebenso wie der Vertreter der Augustiner Brauerei Georg Filgertshofer (3.v.l.) und Koch Günther Goschala (rechts).

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Die Penzberger Adrian Auer und Tamara Wirth übernehmen im Februar das "Wirtshaus zur Koinschaufe". Der große Saal und das Vereinszimmer bleiben in den Händen der Stadt.

Von Alexandra Vecchiato

Für viele Penzberger dürften die beiden keine Unbekannten sein. Adrian Auer und Tamara Wirth heißt das neue Wirte-Duo, das vom 1. Februar an die Gaststätte in der Stadthalle übernimmt. An ihrer Seite haben die beiden gebürtigen Penzberger einen Küchenchef, der ebenfalls in der Stadt bestens bekannt ist. Günther Goschala, der früher das FC-Stüberl führte, wird hinterm Herd stehen. Der neue Namen für die Gaststätte steht auch schon fest: Statt "Penzberger" wird sie "Wirtshaus zur Koinschaufe" heißen.

Jugend und Elan brächten der 26 Jahre alte Adrian Auer und die 25-jährige Tamara Wirth mit, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner bei der Präsentation des Wirte-paares. Auer ist gelernter Hotelkaufmann und nach eigenem Bekunden "leidenschaftlicher Koch". Wirth ist Einzelhandelskauffrau. Sie hat für ihre neue Rolle als Wirtin an der Seite ihres Lebenspartners ihren Job als Filialleiterin der Boutique "Trendwerk" aufgegeben. "Ich habe schon immer in der Gastronomie gearbeitet. Viele werden mich als Bedienung aus dem ,Hopala' kennen", sagte sie. Die 25-Jährige ist künftig für die Bereiche Service, Büro und Veranstaltungen zuständig.

Auer kündigte an, auch mal selbst in der Küche stehen zu wollen. "Sollte Bedarf sein." Im März vergangenen Jahres hatte Auer den Berggasthof Kärntner Alm im Mittenwald übernommen. Nun ziehe es ihn zurück in die Heimat, betonte Auer. Er und seine Partnerin verbänden viele gute Erinnerungen mit der Stadthalle. Abschlussball, große Familienfeiern - da habe es nahe gelegen, sich als Wirtepaar zu bewerben. Im Herbst vergangenen Jahres, "zur Volksfestzeit", sei die Entscheidung gefallen. Mehrere Gespräche im Rathaus folgten. "Wir wollen, dass die Stadthalle wieder das Herz von Penzberg wird", fasst Tamara Wirth zusammen. "Das hat auch meine Familie gesagt", so Auer. Das große Anliegen des Paares ist: "Wir wollen endlich Gastgeber in der Heimat sein."

Dieses Ziel wollen sie mit einem bodenständigen Angebot erreichen, das durchaus mal aus der Reihe tanzen werde, versichern beide, gemäß dem Motto ihrer Gaststätte: "Bayerisch, herzlich, anders". Natürlich werde es Schweinsbraten oder Tellerfleisch geben. "Aber das wird junge Menschen vielleicht nicht reizen. Dafür aber andere Schmankerl." Starten möchten beide mit einer kleinen Karte. Diese kann ausgebaut werden. Auch sind günstige Mittagsgerichte in Planung. Augustiner und Erdinger Bier wird ausgeschenkt.

Wegweiser vor der Stadthalle. Die Belegung des großen Saals behält sich die Stadt Penzberg vor.

(Foto: Manfred_Neubauer)

Am Freitag, 1. Februar, wollen Wirth und Auer die Gaststätte "aufsperren". Das Restaurant verfügt im Erdgeschoss über 50 bis 60 Plätze, ebenso viele gibt es in der "Grubnstubn" im ersten Stock. Bis zu 100 Gäste haben im Multifunktionsraum (kleiner Saal) Platz, der ebenfalls in der Verantwortung von Wirth und Auer liegt.

Anders als die Stadthalle mit großem Saal und Vereinsraum: Wer dort eine Veranstaltung abhalten möchte, muss sich bei der Stadt Penzberg melden. Sie behält sich die Belegung vor. In der nun gefundenen Konstellation ist sich die Bürgermeisterin sicher, dass Auer und Wirth nicht nur "überleben", sondern auch Geld verdienen könnten. Das wirtschaftliche Überleben sichert den beiden das Exklusivrecht, das Catering für die Stadthalle zu haben, ist Zehetner überzeugt. Und die Tatsache, dass Auer und Wirth als gebürtige Penzberger in der Stadt gut vernetzt seien. "Natürlich gewährt der Stadtrat ihnen eine gehörige Portion Vorschusslorbeeren."

Zwischen dem ehemaligen Wirt Robert Schall und Penzberger Vereinen war es wegen der Nutzung der Stadthalle in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten gekommen. Das soll nicht mehr passieren. "Wir haben für alle Vereine ein offenes Ohr", betonte Auer. Sollte ein Verein den Multifunktionssaal nutzen wollen, müsse er keine Miete zahlen. Weil es sich allerdings für die Wirte durchaus rechnen muss, möchten sie einen Mindestumsatz in Höhe von 170 Euro festschreiben.

Die offizielle Eröffnung des Wirtshauses findet am Freitag, 15. Februar, von 18 Uhr an statt. Bereits am 8. Februar lädt das Wirte-Duo gemeinsam mit dem AC Penzberg zum "Sportlerball" ein.

"Wirtshaus zur Koinschaufe", Stadthalle Penzberg, Öffnungszeiten: wochentags von 11.30 bis 15 Uhr und von 17.30 bis 22 Uhr, am Wochenende durchgehend; Dienstag und Mittwoch Ruhetag; Reservierung unter servus@koinschaufe.de, Telefon 08856/903450.