Süddeutsche Zeitung

Frühlingseinbruch:Die Wasserrettung probt den Ernstfall

Durch die Wärme schmilzt das Eis. Es besteht Lebensgefahr

So schön der Frühlingseinbruch auch sein mag: Besonders nach solch starker Kälte wie in den vergangenen Wochen birgt er nicht unerhebliche Gefahren. Den Wetterumschwung haben die ehrenamtlichen Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Schäftlarn-Wolfratshausen (DLRG) genutzt, um am Harmatinger Weiher für den Ernstfall - das Einbrechen einer Person - zu üben. Dabei haben die zehn teilnehmenden Helfer den neuen Eisrettungs-Schlitten ausprobiert. Die Übungspatienten konnten in der von Florian Lohse, technischer Leiter Einsatz, organisierten Bergung schnell und professionell gerettet werden.

Da nun das Eis schmilzt und brüchig wird, appelliert die DLRG: "Es besteht witterungsbedingt absolute Lebensgefahr beim Betreten der Eisfläche." Besonders gefährlich sei dies am bewachsenen Randbereich und an Abflüssen. Dort sei ein Einbrechen ins Eis schnell passiert. Tritt der Ernstfall ein, ist schnelle Hilfe nötig, denn sich selbst zu befreien ist sehr schwierig und kräftezehrend. Dem Bedürftigen soll eine Leiter oder ein langer Ast gereicht werden, so lautet der Rat. Wichtig: Die Retter sollen sich am besten liegend auf dem Eis bewegen, um das Körpergewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und so nicht auch noch einzubrechen. Parallel ist der Notruf 112 zu wählen, denn eine Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein.

Die DLRG Ortsverband Wolfratshausen Schäftlarn ist Teil der weltweit größten Wasserrettungsorganisation. Sie erfüllt die satzungsgemäße Aufgabe "Bekämpfung des Ertrinkungstods". Angeboten werden Schwimmausbildungen,unter anderem für Anfänger, die Durchführung eines Wasserrettungsdienstes und einige weitere Aktivitäten.

Mehr Infos zu der DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen gibt es auf der Internetseite www.schaeftlarn-wolfratshausen.dlrg.de.

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Quelle:
SZ vom 07.03.2018 / brjm
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