Neun Jahre musste der Heilige Nepomuk seiner Huldigung in Wolfratshausen harren, nun ist es wieder so weit. Am Sonntag, 17. Mai, lädt die Stadt mit Einbruch der Dunkelheit zu einer Johannifloßprozession ein. Diese wird traditionell im dreijährigen Turnus gefeiert. 2020 musste sie aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, 2023 wegen eines Hochwassers.
Um 19 Uhr beginnt vor Sankt Andreas ein Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons der Flößer, Schiffer und Brücken. Nach einem Standkonzert am Marienplatz (20 Uhr) startet die Prozession. In Anlehnung an den historischen Ablauf von 1910 ziehen Traditionsvereine zur Alten Floßlände, die mit Fackeln und Feuern beleuchtet wird. Dort landen gegen 21.15 Uhr zwei geschmückte Flöße der Wolfratshauser Flößereibetriebe an. Nach der Segnung fahren diese weiter zum Kastenmühlwehr, während Kinder kleine Lichterflöße ins Wasser setzen dürfen, die auf der Loisach flussabwärts treiben. Zum Abschluss steht eine Licht- und Lasershow auf dem Programm.
Die traditionelle Floßprozession wurde 1994 mit dem Neubau des Kastenmühlwehrs wieder eingeführt. Den musikalischen Rahmen gestalten die Musikkapelle Beuerberg und die Stadtkapelle Wolfratshausen.

