Feuerwehrgeräte:Schäftlarn zieht Klage gegen Freistaat zurück

Gemeinde schreibt Zuschuss für Atemschutzwerkstatt ab

Die Gemeinde Schäftlarn hat ihre Klage gegen den Freistaat Bayern zurückgezogen. Die Kommune hatte versucht, vor dem Verwaltungsgericht München einen Zuschuss für eine Atemschutzwerkstatt im neuen Feuerwehrgerätehaus in Hohenschäftlarn zu erwirken. Die Regierung von Oberbayern hatte ein entsprechendes Ersuchen abgelehnt. Nach Angaben des Zweiten Bürgermeisters Marcel Tonnar (Grüne) ergibt die Klage aber keinen Sinn mehr. Die Kreisbrandinspektion im Landkreis München habe das Verfahren nicht in der Form unterstützen können, wie es für eine fundierte Klagebegründung nötig gewesen wäre, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten habe man die Klage deshalb zurückgenommen.

Eine Atemschutzwerkstatt braucht die Feuerwehr, um nach Einsätzen die Sauerstoffflaschen aufzufüllen und um die Atemschutzmasken in Schuss zu halten. Weil sie es sich leisten können, haben viele wohlhabende Gemeinden im Landkreis München ihren Feuerwehren eine solche Einrichtung spendiert. Im finanziell verhältnismäßig schwachen Schäftlarn muss Daniel Buck, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn, die Sauerstoffflaschen nach Einsätzen und Übungen dagegen nach Pullach bringen, um sie dort auffüllen zu lassen. Über eine eigene Atemschutzwerkstatt verfügt die Gemeinde nicht.

Theoretisch könnten die Einsatzkräfte aus Schäftlarn ihre Utensilien in Haar warten lassen. Die dortige Feuerwehr hatte Mitte der Achtzigerjahre vom Freistaat einen Zuschuss für eine Atemschutzwerkstatt bekommen - und müsste die Anlage deshalb auch anderen Feuerwehren zugänglich machen. Aber nach Haar ist der Weg aus Schäftlarn eben auch sehr weit. Deswegen hatte die Gemeinde auch den Zuschuss für eine eigene Atemschutzwerkstatt beantragt.

Eine solche Einrichtung könne aber nur sinnvoll betrieben werden, wenn auch entsprechend viele Atemschutzgeräte betreut werden müssen, hatte das Innenministerium schon bei Klageerhebung erklärt - mindestens 150. Deshalb werde pro Landkreis auch nur eine Atemschutzwerkstatt finanziell unterstützt. Und das sei im Landkreis München eben schon in den Achtzigerjahren in Haar passiert.

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