Frezeitsport im OberlandTraglufthalle für Eurasburger Tennisclub

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Das Bild zeigt ein Beispiel für eine Traglufthalle.
Das Bild zeigt ein Beispiel für eine Traglufthalle.
dpa

Der Gemeinderat stimmt für einen Bebauungsplan, damit auch im Winter trainiert werden kann.

Von Benjamin Engel, Eurasburg

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Die Basis für eine neue Traglufthalle und damit ganzjährige Trainingsmöglichkeiten für die Mitglieder im Tennisclub Eurasburg ist gesetzt. Der Gemeinderat befürwortete dafür einstimmig, einen Bebauungsplan für das Gelände aufzustellen. „Ich finde, wir müssen das unterstützen, wenn wir ganzjährig bespielbare Plätze schaffen können“, so Patrick Ullrich (GWV). Wenn dies wirklich funktioniere, sei dies saisonal eine„ Super-Nutzung“.

„Die Kinder fangen jedes Frühjahr wieder von vorne an“, so die Vorsitzende

Auf der Anlage des Tennisclubs stehen derzeit sechs Sandplätze zum Spielen bereit. Über zwei davon will die Vorstandsspitze die Traglufthalle errichten. Der Verein habe einen sehr aktiven Nachwuchs, so die Vorsitzende Renate Schibschid-Kerkhoff. Während des Sommers gelinge es, die Kinder und Jugendlichen gut in den Spielbetrieb zu integrieren. Das werde aber bislang immer wieder zunichtegemacht, weil der Tennisclub im Winter keine Trainingskapazitäten anbieten könne. „Die Kinder fangen jedes Frühjahr wieder von vorne an“, so Schibschid-Kerkhoff. Für den Turnierbetrieb könne der Verein auch keine Mannschaft anbieten.

Der Bayerische Tennis-Verband (BTV) hat den Kontakt zur Firma Duol vermittelt, welche die Traglufthalle errichten würde. Laut Schatzmeister Stefan Wagner sei das Hauptziel, dass die Mitglieder des Eurasburger Tennisclubs die Halle nutzen könnten. Das Betreibermodell sehe vor, dass das Unternehmen Duol die Halle errichte. Dafür melde der Verein sein benötigtes Belegungskontingent an. Ferner könne die Firma Duol die Halle vermieten.

Angedacht ist die bis zu elf Meter hohe Traglufthalle nur für die Monate November bis einschließlich April stehenzulassen. Die Halle auf- oder wieder abzubauen, benötige nur einen Aufwand von einem bis eineinhalb Tagen, so Wagner. Er sprach davon, dass einige vergleichbare Hallen in der Umgebung in Betrieb seien, wie etwa in Rottach-Egern. Die geplante Traglufthalle habe eine Herstellergarantie von zehn bis zwölf Jahren, eine Lebenserwartung von vier Jahrzehnten. Zur Energieversorgung existiere eine Flüssiggasanlage am Clubhaus, zu der Leitungen gelegt werden könnten. Das Unternehmen Duol prüfe gerade aber auch, ob ein elektrischer Betrieb möglich sei.

Ob der Lärm durch das ständig laufende Luftgebläse die benachbarten Wohnhäuser auf der gegenüberliegenden Seite der Staatsstraße stören könne, fragte sich Thomas Holzer (Grüne). Die Antwort: Im Vollbetrieb betrügen die Lärmimmissionen 55 Dezibel, also gehobene Zimmerlautstärke. Allerdings würde die Anlage eingehaust, was nur noch 15 bis 18 Dezibel nach außen dringen lasse. Bis zu den Wohnhäusern sei nichts mehr zu hören.

Die Kommune könnte es laut Schätzungen von Bauamtsleiter Joseph Wodak etwa 10 000 bis 15 000 Euro kosten, den Bebauungsplan aufzustellen. Mithilfe eines städtebaulichen Vertrags werden die Kosten jedoch auf den Bauherrn und Betreiber übertragen.

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