EurasburgBeuerberger Klosterweiher wird saniert

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Die Arbeiten am Klosterweiher in Beuerberg laufen.
Die Arbeiten am Klosterweiher in Beuerberg laufen.
Hartmut Pöstges

Die Gemeinde Eurasburg fürchtete Unterspülungen umliegender Straßen. Die Grünen fühlten sich vorab zu wenig informiert.

Von Benjamin Engel, Eurasburg

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Weil aus Sicht der Kommune Unterspülungen umliegender Straßen drohten, hat die Eurasburger Rathausverwaltung im November 2024 unverzüglich entschieden, den Beuerberger Klosterweiher zu sanieren. Dafür bekam das Unternehmen der Matthias Maier Tiefbau GmbH den Zuschlag. Für 86 000 Euro werden der Weiher ausgebaggert und der Mönch saniert. Zudem soll zur Wolfratshauser Straße hin eine Steinstützmauer errichtet werden. Laut Zweitem Bürgermeister Alexander Sebald (Herrnhauser Liste) seien das Vorarbeiten für einen möglichen parallel zur Straße geführten Geh- und Radweg.

Von den eilig beauftragten Arbeiten am Klosterweiher hatten sich insbesondere die Eurasburger Grünen überrumpelt gefühlt. Jakob Koch beklagte etwa, im Vorfeld zu wenig Informationen bekommen zu haben. Zudem sei der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung erstmals informiert worden. Was nicht öffentlich und öffentlich zu behandeln sei, müsse die Gemeinde genauer beachten. „Inhaltlich passt das für mich“, so Koch. Hans Urban kritisierte, dass die Gemeinde nicht zuständig sei, für den Bau der Stützmauer an der Staatsstraße finanziell aufzukommen.

Von dringendem Handlungsbedarf spricht der Zweite Bürgermeister

Sebald sprach indes von dringendem Handlungsbedarf. Damals sei Bürgermeister Moritz Sappl (GWV) frisch erkrankt gewesen (er hat einen Schlaganfall erlitten und befindet sich derzeit in der beruflichen Wiedereingliederungsphase, Anm. d. Red.). „Wir haben gewusst, dass der Mönch und die Uferbefestigung saniert werden müssen.“ Das Unternehmen Mair habe sich die Lage an Ort und Stelle angeschaut. Die Gemeinde habe bei Gefahr in Verzug die Firma sofort beauftragt. „Wir gehen davon aus, dass unsere Straßenverkehrssicherungspflicht damit erfüllt ist“, so Sebald.

Rechtlich gesehen ist der Klosterweiher im Eigentum der Erzdiözese München und Freising. Allerdings hat Eurasburg das Gewässer seit einigen Jahren gepachtet. „Wir wollten die Verfügungsgewalt haben“, so Bauamtsleiter Joseph Wodak. Denn der Klosterweiher diene als Rückhaltebecken zur Entwässerung für die Straßen am Bruckerfeld, am Erlweg und der Waldhauser Straße. „Ohne diesen Weiher hätten wir Riesenprobleme.“

In Absprache mit dem Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen und dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim sei deutlich geworden, wie wichtig der Weiher für die Entwässerung sei, sagte Sebald. Weil sich Sedimente am Grund absetzten, müsse der Weiher alle paar Jahre abgelassen und ausgebaggert werden. Grünen-Gemeinderat Klaus Koch sprach an, dass aus seiner Sicht auch der Besitzer der Insel im Weiher informiert werden müsse, um Sicherungsmaßnahmen anzugehen. „Das scheint mir vernünftig, weil der Weiher derzeit leer ist.“

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