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Erfolgreiche Bewerbung:Wolfratshausen ist Fairtrade-Stadt

Kommune erhält Siegel für gerechten Handel

Der Einsatz der Steuerungsgruppe für fairen Handel hat sich gelohnt: Wolfratshausen wird zur offiziellen "Fairtrade-Stadt". Die Nachricht, dass die entsprechende Bewerbung der Loisachstadt erfolgreich war, habe sie Mitte vergangener Woche von der Bundesinitiative Fairtrade Deutschland erhalten, erklärt Stadträtin Ulrike Krischke (BVW) von der Wolfratshauser Steuerungsgruppe. "Ich freue mich wirklich sehr." Damit wird Wolfratshausen die zweite Stadt im Landkreis, die das Prädikat "Fair Trade Town" tragen darf, das der gemeinnützige Verein alle zwei Jahre vergibt. In Bad Tölz wurde das Zertifikat bereits zweimal verlängert. Wie Krischke mitteilt, soll die offizielle Verleihung des Titels und Siegels für Wolfratshausen im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung erfolgen. An so etwas aber ist vorerst nicht zu denken. "Der genaue Termin wird sich erst festlegen lassen, wenn die Situation um Corona sich entspannt hat."

Zu den Kriterien für das Siegel gehören neben der Gründung einer Steuerungsgruppe eine aktive Informationspolitik, regelmäßige Aufklärungsveranstaltungen und Aktionen. "Seit 2015 unterstützt Wolfratshausen aktiv den Fairen Handel und setzt somit ein konkretes Zeichen für eine gerechte und nachhaltige globale Entwicklung", heißt es in Krischkes Mitteilung. Im Rahmen der Kampagne seien in der Stadt bereits zahlreiche Aktionen wie das Fairtrade-Frühstück auf lokaler Ebene umgesetzt worden. Die Wolfratshauser Steuerungsgruppe setze sich jedoch auch über die Stadtgrenzen hinweg für das Thema ein. So unterstütze man auch die Metropolregion München auf dem Weg zur Auszeichnung "Faire Metropolregion". Die angehende Fairtrade-Stadt sei dazu "ein Puzzleteil im Gesamtbild der Metropolregion München als weltoffene Region mit Vorbildcharakter". Damit nehme Wolfratshausen die Verantwortung wahr, die in der weltweiten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung formuliert werde: "Globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen", erklärt Krischke. "Es liegt in unserer Verantwortung, beim Einkauf auf gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungsbedingungen und gerechte Handelsstrukturen zu achten."

© SZ vom 20.04.2020 / aip

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