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Egling:Weiterhin gute Fahrt

Bei gutem Wetter kommen sich Radfahrer und Spaziergänger auf dem Isardamm schon mal in die Quere.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Eglinger Gemeinderat lehnt Radelverbot auf dem Isardamm ab

Von Arnold Zimprich, Egling

Wer am Wochenende entlang der Isar zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs ist, kennt die Nadelöhre, an denen sich Radfahrer, Fußgänger und andere Erholungssuchende zum Teil gefährlich nahe kommen. Zwar sind die unmittelbar am Mühltalkanal verlaufenden Wege und Straßen zwischen Ickinger Wehr und Mühltalkraftwerk vergleichsweise großzügig angelegt, trotzdem forderte der Isartalverein Mitte Juni in einem Schreiben ein generelles Radverbot auf dem westseitigen Damm des Kanals. Der Damm ist Eigentum der Firma Uniper und liegt abschnittsweise auf Eglinger Flur.

Der Eglinger Gemeinderat sandte diese Woche jedoch ein klares Signal aus: Das Gremium lehnte für das Eglinger Gemeindegebiet, das sich zwischen Ickinger Wehr und Schäftlarner Isarbrücke erstreckt, ein Radfahrverbot auf dem Isardamm ab. Der Eglinger Neu-Gemeinderat Florian Sperl (CSU) sieht dafür "überhaupt keine Notwendigkeit". Und auch die Nachbargemeinde Straßlach beschied den Antrag des Isartalvereins für ihren Zuständigkeitsbereich negativ.

"Uns liegen Stellungnahmen der Polizeiinspektionen in Grünwald und Wolfratshausen vor," sagte Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser (Freie Wähler) bei der Gemeinderatssitzung. Laut Polizei sei das Unfallaufkommen am Isardamm sehr gering. Oberhauser will deshalb "nicht mit Verboten arbeiten, sondern mit gegenseitiger Rücksichtnahme." Gemeinderätin Sonja Galli-Krottenthaler (Freie Wähler) gab darüber hinaus zu bedenken, dass sich der Radverkehr bei einer Sperrung des Damms auf die ohnehin schon stark frequentierte Asphaltstraße auf der Ostseite des Kanals verlagern würde. Und dort, so Galli-Krottenthaler, würde es dann erst recht eng zugehen.

© SZ vom 24.07.2020

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