bedeckt München 27°

Egling:Egling schwimmt mit

Gemeinderat befürwortet Hallenbad-Zuschuss einstimmig

Die Eglinger Gemeinderäte sind sich einig: Das gemeinsame Hallenbad für die Gemeinden des nördlichen Landkreises in Geretsried ist die günstigste Möglichkeit, eine Infrastruktur für das Schwimmen zu erhalten. Das Gremium stimmte deshalb am Dienstag einstimmig für den Betriebskostenzuschuss von 29 000 Euro, den Egling nach seiner Einwohnerzahl jährlich zu leisten hat. "Das ist ein faires Angebot von Geretsried", sagte Bürgermeister Hubert Oberhauser (FW). Er hat auch die Alternative im Blick: Wenn Geretsried nur ein kleines Bad errichten könnte, bräuchte man im Landkreis für den Schulsport ein zweites - "und dann sind die Gemeinden über die Kreisumlage mit dabei".

Noch etwas ist für Oberhauser klar, und auch die Eglinger Gemeinde sehen es so: "Wenn man eine Infrastruktur fürs Schwimmen haben will, muss man Geld in die Hand nehmen." Die Kosten für das interkommunale Hallenbad seien überschaubar, "mit der Deckelung für zehn Jahre ist das eine sinnvolle Herangehensweise". Er hoffe nur, dass das Ascholdinger Bad noch so lange geöffnet bleiben könne, bis das neue in Geretsried fertig sei. "Es ist wichtig, dass man den Kindern die Möglichkeit gibt, richtig schwimmen zu lernen", sagt er. Zudem biete Schwimmen eine gute gesundheitliche Prävention. Einen touristischen Nutzen habe ein Hallenbad auch.

Die Gemeinden Münsing und Dietramszell haben schon Ja zur Beteiligung an den Betriebskosten gesagt, sie steuern 25 000 beziehungsweise 27 000 Euro jährlich bei. Icking will sich nicht beteiligen, den Anteil von 21 000 Euro übernimmt Geretsried selbst. Königsdorf entscheidet voraussichtlich bei der Gemeinderatssitzung Ende August, ob es sich mit 17 000 Euro beteiligt, Bürgermeister Anton Demmel rechnet mit Zustimmung. Das tut auch Moritz Sappl, der Eurasburger Bürgermeister. Dort wird im September über 25 000 Euro Zuschuss abgestimmt. "Ich hoffe, dass wir zu einer gemeinsamen Lösung kommen", sagt er.

Entscheidend ist Wolfratshausen: Die Stadt soll 105 000 Euro beitragen. Damit steht und fällt das Projekt. Der Stadtrat ist uneins, der Beschluss wurde auf Anfang September vertagt. Ohne Wolfratshauser Beitrag will Geretsried ein kleines Bad bauen, das aber den Bedarf aller Kommunen nicht decken könnte.