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Egling:Doppelspitze für die Kultur

Korbinian Hasch hatte zur 1250-Jahr-Feier Thannings ein Theaterstück geschrieben, das Foto zeigt ihn (Mitte) mit den Darstellern auf der Bühne.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Nicole Öckler und Korbinian Hasch starten als Referenten in Egling

Die Gemeinde Egling hat kürzlich ein besonderes Ehrenamt wiederbelebt. Zugleich betraute die Kommune im Rahmen der Neubesetzung nicht nur eine, sondern gleich zwei Personen mit der Aufgabe, künftig kulturelle Projekte in Egling und den Ortsteilen anzuschieben und zu betreuen: In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats haben die Mitglieder einstimmig Nicole Öckler und Korbinian Hasch als neue Kulturreferenten bestimmt, nachdem der Posten lange vakant war.

In der konstituierenden Sitzung des gegenwärtigen Gemeinderats im Mai 2020 sind die gemeindlichen Referenten bestellt worden. In diesem Zusammenhang fiel es dem Gremium auf, dass es keinen Beauftragten für den Bereich Kultur und Heimatpflege gab. Es folgte der entsprechende Antrag, das zu ändern, und Egling suchte eine Referentin oder einen Referenten für die Kultur- und Heimatpflege. "Daraufhin haben sich gleich zwei Personen beworben", berichtet Bürgermeister Hubert Oberhauser (Freie Wähler) so überrascht wie erfreut. Beide Interessenten wurden zur Sitzung im Dezember 2020 eingeladen, um sich persönlich vorzustellen: Für das Amt hatte sich einerseits die Endlhauserin Nicole Öckler beworben. Die 36 Jahre alte Mutter eines Kindes ist in Altkirchen aufgewachsen, "mit bäuerlichen Traditionen", wie Oberhauser sagt. Hauptsächlich interessiere sie sich für die bairischen Dialekte und würde sich gerne diesbezüglich engagieren, "vielleicht auch, um die bairische Sprache in der Schule wieder zu integrieren", so der Rathauschef. Der zweite Bewerber war Korbinian Hasch aus Feldkirchen. Er habe sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Geschichte und Ent- wicklung der Region und der Gemeinde befasst, speziell mit der Geschichte von Thanning. Hasch ist vielen zudem als Mitglied des Organisationsteams für die Feierlichkeiten zum 1250-jährigen Bestehen von Thanning 2019 in Erinnerung. Seine ersten Ideen für das Amt als Kulturreferent waren Führungen in Kirchen und Kapellen, er wollte die Entwicklung der Trachten dokumentieren, Ausstellungen initiieren und einen regen kulturellen Austausch mit Nachbargemeinden befördern.

Den Mitgliedern des Eglinger Gemeinderats blieb es erspart, sich zwischen den beiden entscheiden zu müssen. Denn sowohl Öckler wie auch Hasch konnten sich vorstellen, auch in einem Team zu arbeiten. Das Ratsgremium goutierte nun in der jüngsten Sitzung die künftige Doppelspitze. "Gerade durch die Pandemie wird es einen großen Nachholbedarf in Sachen Kultur geben", schloss Oberhauser. Und deshalb war er froh und dankbar, "dass wir mithilfe der beiden neuen Referenten neue Wege werden gehen können".

© SZ vom 08.03.2021 / cjk
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