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Dietramszeller Politik:Kommune stellt 13 Hundetoiletten auf

Die Zahl der Hunde nimmt in der Gemeinde Dietramszell zu - und damit auch die Probleme mit deren Hinterlassenschaften. Weil es immer wieder Nachfragen von Bürgern und Beschwerden von Landwirten gebe, wie Bürgermeister Josef Hauser (Freie Wähler) erklärte, sollen nun Hundetoiletten in den einzelnen Ortsteilen aufgestellt werden. Mit einer Gegenstimme von Jakob Pertold (BLD) entschied sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dafür, zunächst 13 dieser Stationen anzuschaffen. Wegen der reduzierten Mehrwertsteuer soll dies möglichst noch in diesem Jahr geschehen.

In der Verwaltung rechnet man damit, dass eine Leerung zweimal pro Woche nötig ist. Die Entsorgung in Quarzbichl soll ein Mitarbeiter des Bauhofs übernehmen, der dafür eine Zulage bekommt. "Weil das keine schöne Arbeit ist", wie der Bürgermeister sagte. Die Fremdvergabe an ein externes Unternehmen wäre möglich, aber nach Ansicht von Hauser nicht sinnvoll, weil man auch dann ein gemeindliches Fahrzeug zur Verfügung stellen müsste.

Im Gemeinderat war man sich weitgehend einig, dass vor allem mit Rücksicht auf die Landwirte, deren Grünfutterwiesen durch Hundekot verunreinigt werden, Handlungsbedarf besteht. Thomas Kranz (FW) gab allerdings zu bedenken, dass 13 Station nicht reichten, weil zumindest in den größeren Ortsteilen Dietramszell und Ascholding mehr als eine nötig sei. Zudem müsse mit jährlichen Kosten von 20 000 Euro gerechnet werden - die Hundesteuereinnahmen bringen aber nur rund 17 000 Euro. Weil die Gemeinde ohnehin einen vergleichsweise hohen Hundesteuersatz anlegt, wollte man diesen nicht erhöhen.

Derzeit müssen Hundehalter in Dietramszell pro Jahr 60 Euro für ihren Vierbeiner zahlen, bei einem Kampfhund werden gar 600 Euro fällig. Auf Vorschlag von Florian Heuschneider (CSU) wurden die Gebühren nun für jeden weiteren Hund auf 120 Euro verdoppelt.

© SZ vom 10.10.2020 / schp
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