Leben in Dietramszell:Mit der Jugend ins Gespräch kommen

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Die Gemeinde startet eine Befragung unter den Zehn- bis 17-Jährigen.

Von Petra Schneider, Dietramszell

Die Gemeinde Dietramszell möchte mit Kindern und Jugendlichen wieder mehr ins Gespräch kommen; erfahren, was sie sich wünschen, welche Angebote oder Veranstaltungen sie in der Gemeinde gerne hätten und wo sie sich an der Umsetzung beteiligen würden. Ab Mitte Mai wird deshalb an alle Zehn- bis 17-Jährigen ein Fragebogen per Post verschickt. Nach der Auswertung soll Anfang Juli eine Jugendversammlung stattfinden, bei der die jungen Leute direkt mit Bürgermeister Josef Hauser (FW) und den beiden Jugendbeauftragten Teresa Wimmer und Maria Spindler (beide Grüne) ins Gespräch kommen können.

Bei diesem Anlass könnten sich auch Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen bilden, etwa in Bezug auf einen Jugendtreff, eine Jugenddisco oder gemeinsame Fahrten. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung sind die gemeindlichen Jugendreferentinnen, die von der Jugendsozialarbeiterin der Mittelschule und der Kreisjugendpflegerin unterstützt werden. "Jugendliche mussten in den letzten zwei Jahren auf vieles verzichten", sagte Wimmer kürzlich im Gemeinderat, der die Idee einstimmig befürwortete. Eine Jugendbefragung, wie sie bereits Königsdorf und Icking durchgeführt hätten, sei eine gute Möglichkeit, mit den jungen Leuten in Kontakt zu treten. Man habe sich für eine Befragung per Brief entschieden, weil der Rücklauf erfahrungsgemäß besser sei, als bei einer Online-Befragung. "Da wischt man eine Nachricht gerne mal weg", sagte Wimmer.

Als Kosten werden 750 Euro veranschlagt. Abzüglich einer Förderung durch den Landkreis verbleiben für die Gemeinde 250 Euro. "Wir haben das schon lange auf dem Schirm", erklärte Bürgermeister Hauser. Wegen Corona sei das aber in den vergangenen Monaten nicht möglich gewesen. Die Jugendbefragung solle auch als Wertschätzung verstanden werden und junge Leute motivieren, "dass sie sich selbst einbringen." Angesichts der angespannten Finanzlage könne die Gemeinde freilich keine großen Sprünge machen. "Mit einem Eishockeystadion würde es schwierig werden", scherzte Hauser.

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