Für die gelben Tonnen, die vom kommenden Jahr an im Landkreis das bisherige Recycling-Modell ersetzen, wird die Moosburger Firma Heinz zuständig sein. Kreisräte, Vertreter des Landratsamts und der Abfallwirtschaftsgesellschaft WGV konnten sich bei der Besichtigung einer Sortieranlage am Flughafen München "von der hohen Sortierqualität und der Verwertungsquote der Fachfirma überzeugen", teilt Bürgermeistersprecher Michael Grasl (Freie Wähler) mit, der bei der Exkursion dabei war. Der seit Generationen in Ober- und Niederbayern bestehende Familienbetrieb sorge für "einen reibungslosen Ablauf von der Auslieferung der Tonnen bis zur Abgabe der Wertstoffe und deren Aufbereitung". Zudem seien die schwarzen Tonnen mit gelben Deckeln der Firma "auch für das Ortsbild unserer Gemeinden die weitaus bessere Alternative", erklärt Grasl - im Gegensatz zu rein gelben Tonnen oder dem gelben Sack. Er weist darauf hin, dass der Verbraucher die Entsorgung mit dem Kauf der Verpackungen mit dem Grünen Punkt bereits bezahlt hat.
Grasl bittet alle Kommunen, die Umstellung auf das so genannte Duale System zu unterstützen. Weil es ein eigenständiges System sei, habe die WGV nicht mehr direkt damit zu tun. Hauptansprechpartner bei Rückfragen sei die Fachfirma. Die Verwertungsquote des Abfalls liege je nach Sorte bei bis zu 95 Prozent. Hoch sensible Technik könne etwa Alu oder Tetrapacks sortieren. Es sei darum ein "kompletter Schmarrn", sagt Grasl, wenn manche behaupteten, die Trennung lohne sich nicht, weil alles in der Verbrennung lande.
Die Kommunen begrüßten die Entscheidung der Kreisgremien für die gelbe Tonne. "Wir sehen die Entwicklung zum Ausbau des Holsystems insgesamt positiv und bürgerfreundlich", so Grasl. Beim Sortieren werde es künftig leichter für die Bürger. Aber: "Die beste Verpackung ist die, die gar nicht anfällt."