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Corona in Bad Tölz-Wolfratshausen:Sieben Fälle in Sozialeinrichtungen

Zufällige Reihentests in Altersheimen und Behinderteneinrichtungen bringen weitere Infektionen ans Licht. Insgesamt sind aktuell zwölf Personen in Quarantäne.

Die Zahl der Personen, die sich im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist seit der vergangenen Woche auf aktuell 435 gestiegen. Zwölf Bürger befinden sich laut Landratsamt derzeit in Quarantäne. Die Zahl derer, die bereits aus der Quarantäne entlassen wurden, weil sie als genesen gelten, liegt im Landkreis nach wie vor bei 413. Zehn Personen sind im Zuge einer Infektion gestorben. Bei den neuen Corona-Fällen stammen sieben aus Bad Tölz, zwei aus Dietramszell und je einer aus Lenggries, Gaißach und Wolfratshausen.

Die sieben neuen Tölzer Corona-Fälle sind nach Angaben der Kreisbehörde bei einer Reihentestung von Mitarbeitern in verschiedenen Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zufällig ermittelt worden. Das Gesundheitsamt habe seit Anfang Juni mit regelmäßigen Tests für Beschäftigte in solchen Einrichtungen begonnen. In den insgesamt 27 Alten- und Pflegeheimen im Landkreis sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gebe es etwa 1320 Mitarbeiter. In drei dieser Einrichtungen seien die insgesamt sieben Mitarbeiter bis Mittwoch positiv getestet worden, jedoch habe keiner von ihnen Symptome aufgewiesen. Noch am gleichen Tag seien sämtliche Bewohner der drei betroffenen Einrichtungen getestet worden. "Auch die Ermittlung der Kontaktpersonen ist abgeschlossen", erklärt Behördensprecherin Sabine Schmid. "Alle Kontaktpersonen wurden informiert und ein Test veranlasst." Stephan Gebrande, der Leiter des Gesundheitsamts, geht davon aus, dass die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis aufgrund dieser Reihentests noch einmal ansteigen kann, "aber nur so werden durch angeordnete Quarantänemaßnahmen Infektionen bei stark gefährdeten Risikogruppen verhindert", so Gebrande.

© SZ vom 26.06.2020 / cjk

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