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Wolfratshauser Kultur:Kunstmeile ohne Kuhlmann

Carmen Gröbmair-Jonas Kunstmeile Wolfratshausen Kultur

Die neue Kunstmeilen-Chefin Carmen Gröbmair-Jonas will das alte Konzept weiterführen.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Carmen Gröbmair-Jonas übernimmt Organisation der Freiluft-Schau

Stephanie Schwaderer

Kuhlmann und Kunstmeile - das war in den vergangenen elf Jahren ein festes Begriffspaar. Nun gibt es eine Zäsur. Hans-Werner Kuhlmann übergibt die Planung und Organisation der für Herbst 2021 geplanten "Kunstmeile 8" an Carmen Gröbmair-Jonas. Die 36-jährige Wolfratshauserin, die als Assistentin bei der Gröbmair Immobilien GmbH tätig ist, war vor zwei Jahren zum ehrenamtlichen Organisationsteam der Kunstmeile gestoßen. Ihr Ziel sei es, "ein sehr gutes Projekt für Wolfratshausen weiterzuführen", sagte sie am Montag bei einem Pressegespräch.

Kuhlmann zog eine positive Bilanz. "Ich habe die Kunstmeile aufgebaut, und sie läuft", sagte der 77-Jährige. Als Vorsitzender des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) habe sein Auftrag gelautet, sich etwas einfallen zu lassen, das Besucher in die Stadt locke. "Und das ist uns gelungen." Während sich an der ersten Ausstellung im Jahr 2009 gerade einmal 21 Künstlerinnen und Künstler beteiligt hätten, seien es im Vorjahr 130 gewesen. Die Wolfratshauser "Open-Air-Galerie" habe sich überregional einen Namen gemacht und ziehe 14 Tage lang Leute von nah und fern an. Für die Ausstellenden wie für die Geschäftsleute und Besucher sei das "eine Win-win-Situation".

Carmen Gröbmair-Jonas will am bestehenden Konzept festhalten. Demnach sollen vom 17. September bis 10. Oktober 2021 wieder Wolfratshauser Ladeninhaber ihre Schaufenster zur Verfügung stellen, um "regionalen und überregionalen Künstlern eine Ausstellungsfläche zu bieten". Zudem sind (Licht-)Installationen im Außenbereich geplant. Wer wo zum Zuge kommt, soll im Mai eine anonyme Jury entscheiden. Auch Schulen und der Partnerschaftsverein Iruma, bei dem Gröbmair-Jonas als Schriftführerin fungiert, sollen wieder einbezogen werden.

Die Idee, den japanischen Garten zu bespielen, habe sich als "absoluter Knaller" erwiesen, so Kuhlmann. Eine Fortsetzung sei daher wünschenswert. Gleiches gelte für die Installation am Sebastianisteg. Für diese war in den vergangenen Jahren Marianne Wirth-Grabow zuständig. Sie zieht sich ebenfalls aus dem Organisationsteam zurück. Zu viert hatten sie laut Kuhlmann für die "Kunstmeile 7" 1650 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Gröbmair-Jonas wird weiterhin von Astrid Göpfert unterstützt, die sich um die Werbung kümmert. Die Stadt Wolfratshausen hat am Donnerstag einen Zuschuss in Höhe von 6000 Euro bewilligt. Der Etat für die "Kunstmeile 7" betrug laut Kuhlmann 25 000 Euro.

© SZ vom 15.09.2020 / stsw

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