MeinungSPD-Debakel im WolfratshausenAuf dem Weg zur Splitterpartei

Kommentar von Benjamin Engel, Wolfratshausen

Lesezeit: 1 Min.

SPD-Fähnchen am Boden: Die Wolfratshauser Sozialdemokraten müssen aufpassen, nicht in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen.
SPD-Fähnchen am Boden: Die Wolfratshauser Sozialdemokraten müssen aufpassen, nicht in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen. Florian Peljak

Mit nur 3,5 Prozent schlittern die Wolfratshauser Sozialdemokraten mit Renato Wittstadt bei der Bürgermeisterwahl in ein Debakel. Die Partei muss sich fragen, ob sie auf den richtigen Kandidaten gesetzt hat.

Auf den ersten Blick wirkt das Ergebnis der ersten Runde der Wolfratshauser Bürgermeisterwahl unspektakulär – ganz nach dem Motto: „Alles wie beim letzten Mal“. In der Stichwahl treffen Amtsinhaber Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) und sein Stellvertreter Günther Eibl (CSU) erneut – wie bereits 2020 – aufeinander. Hinter diesem scheinbar gewohnten Ergebnis verbirgt sich jedoch ein Debakel für die städtische SPD: Ihr Kandidat Renato Wittstadt, 69, pensionierter Betriebsprüfer, erhielt stadtweit nur 3,5 Prozent der Stimmen – ein erbärmliches Resultat für eine Partei, die vor zwölf Jahren mit Fritz Meixner noch 34,5 Prozent erreicht hatte.

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