Bürgerbeteiligung Junge Ideen für die Altstadt

Wasser-Graffiti und Fitness-Parcours: Die Wolfratshauser Mittelschüler (mit Lehrer Andreas Breunig, 2.v.re.) präsentieren ihre Vorschläge.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Wolfratshauser Mittelschüler präsentieren kreative Vorschläge zur Umgestaltung

Von Konstantin Kaip, Wolfratshausen

Bei der Bürgerbeteiligung zur Aufwertung der Wolfratshauser Altstadt sind viele Ideen zusammengekommen - bislang aber eher von älteren Einwohnern. Nun hat die Sammlung frischen Wind bekommen: Schüler der Mittelschule am Hammerschmiedweg haben sich in einem Projekt Gedanken gemacht, wie die Innenstadt für sie attraktiver werden könnte. Herausgekommen sind durchaus brauch- und auch umsetzbare Ideen, die sie am Freitag im Sitzungssaal des Rathauses präsentiert haben.

Die Acht- und Neuntklässler haben veränderungswürdige Orte in der Umgebung der Marktstraße fotografiert und dann ihre Ideen auf Collagen und zum Teil auch mit Modellen ausgeführt. In Gruppen präsentierten sie ihre Vorschläge. Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Stadtmanager Stefan Werner und Schulentwicklungsreferent Fritz Meixner staunten über kreative und doch realistische Ideen.

Den Schülern ging es vor allem um neue attraktive Treffpunkte: Die einen wünschen sich einen Fitnessparcours mit fest installierten Geräten, Boxsack und Trinkbrunnen am östlichen Loisachufer; die anderen modern designte Sitzinseln mit Bänken und Tischen auf Holzpodesten am Marienplatz, im Rathausinnenhof und am Schwankl-Eck. Ein Pavillon mit Lichterkette am Westufer der Loisach soll auch abends Aufenthaltsqualität schaffen, eine große runde Mauer mit umlaufender Sitzgelegenheit im Inneren Abgeschiedenheit bieten. Aus dem Parkplatz vor dem Heimatmuseum will eine Gruppe eine Grünfläche mit Klettergerüst in der Mitte, Sitzgelegenheiten und einer Lagerfeuerstelle machen. Eine andere wünscht sich einen "Flying Fox" über die Loisach - eine Drahtseilrutsche, von der aus man sich ins Wasser fallen lassen kann.

Julius Max zeigte in einer Power-Point-Präsentation gleich vier Ideen: Eine "Wasser-Graffiti-Wand" mit tausenden LED-Lämpchen - die leuchten, sobald sie nass werden- könne mit aufgesprühtem Wasser immer neu "völlig legal" gestaltet werden, wie der Schüler sagte. Ein Bodenbrunnen wie am Stachus könne Wasserspiele mit Beleuchtung bieten. Ein Büchertauschregal und behindertengerechte Wasserspender waren weitere Vorschläge.

Heilinglechner war begeistert über die "tollen Sachen, die gar nicht einmal so unmöglich sind". Die Ideen der Schüler sollen zusammen mit denen der Erwachsenen im Machbarkeitsworkshop Ende Februar berücksichtigt werden. Laut Werner sollen die Arbeiten demnächst im Erdgeschoss seiner Stabsstelle am Loisachufer 2 ausgestellt werden.