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Bühne frei:Thanninger Gschichtn

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Ausgewählte Höhepunkte der Ortshistorie bringen die Bewohner von Thanning in sechs Akten auf die Bühne.

(Foto: veranstalter/oh)

Eglinger Ortsteil bringt zum Gründungsjubiläum Dorfhistorie auf die Bühne. Vorverkauf hat begonnen.

Es ist nicht nur eine besonders lange, sondern auch eine besonders bewegte Geschichte, die den heutigen Eglinger Ortsteil Thanning geprägt hat und bis heute prägt. 2019 jährt sich die erste urkundliche Erwähnung des pittoresken Dorfes zum 1250. Mal. Anlass für die Bewohner, nicht nur mit einem großen Festreigen das ganze Jahr über zu feiern, sondern aus der Ortsgeschichte auch Ortsgeschichten zu schreiben, die auf der Bühne zur Aufführung kommen werden: Am Ostersonntag, 21. April, hebt sich der Vorhang für die "Thanninger Gschichtn" im Vereinsheim am Sportplatz.

"Vor 1250 Jahren schenkte Priester Adalperht einen Teil seines Besitzes zu Thanning an die Freisinger Kirche. Diese Schenkungsurkunde ist die erste bekannte Nennung des Ortes Thanning", erklären Johanna Kirschenhofer und Korbinian Hasch von der Festgemeinschaft. In den "Thanninger Gschichtn", die an drei Tagen aufgeführt werden, soll in sechs kurzen Theaterstücken die umfangreiche und beachtliche Historie Thannings von den Anfängen bis etwa 1972 auf eine besondere Art dargestellt werden. Die Theaterszenen spannen einen Bogen von der Entstehung des Ortes in grauer Vorzeit über die Schenkung des Priester Adalperhts, der wir die Urkunde der ersten schriftlichen Erwähnung verdanken, über die Taten der Gräfin Justitia bis hin zu Johann Khidler, einem der Anführer des Bauernaufstands, der zur Sendlinger Mordweihnacht führte.

"Aus der neueren Zeit wird der ehemalige Thanninger Bürgermeister, Feuerwehrkommandant, Veteranenvorstand, Kunst-, Fass- und Kirchenmaler Jakob Fichtl von den Geschehnissen in Thanning in der Prinzregentenzeit berichten", erklären Kirschenhofer und Hasch. "Thannings Pfarrer Huber wird im Gespräch mit seinem Mesner, der Pfarrerköchin und dem Oberlehrer in der Sakristei belauscht. Und zum Schluss der ,Thanninger Gschichtn' statten wir dem Altbürgermeister Lorenz Schwab, ,am Moar vo' Thanning' und seiner Ehefrau Katharina einen Besuch ab, um die Zeit bis 1972 Revue passieren zu lassen", so Hasch, der die Bühnenstücke auch geschrieben hat. Er verspricht: "Die weiteren Ereignisse der Thanninger Geschichte werden unterhaltsam und spannend vorgetragen und mit Musik umrahmt." Und das wiederum von einem ganz besonderen Ensemble: Die Sängerrunde Thanning Aufhofen, die 1995 ihren letzten Auftritt hatte, hat sich aus Anlass des Gründungsjahres und des Bühnenstücks wieder zusammen gefunden und singt an den drei Abenden dem Dorf ein Jubiläumsständchen.

Premiere der "Thanninger Gschichtn" ist am Ostersonntag, 21. April. Es folgen zwei weitere Aufführungen am Samstag, 27. April, und Sonntag, 28. April. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Einlass von 18.30 Uhr an. Da die Sitzplätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine Kartenreservierung (8 Euro pro Person) unter Telefon 08176/92240.