Infrastruktur im OberlandNeues Bauland am Bruckerfeld

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Der Gemeinderat Eurasburg hat einstimmig einem qualifizierten Bebauungsplan für das Bruckerfeld in Beuerberg zugestimmt.
Der Gemeinderat Eurasburg hat einstimmig einem qualifizierten Bebauungsplan für das Bruckerfeld in Beuerberg zugestimmt.
Hartmut Pöstges

Die Gemeinde Eurasburg sichert sich 50 Prozent des zwei Hektar großen Areals in Beuerberg, damit darauf bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Von Benjamin Engel, Eurasburg

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Am Bruckerfeld in Beuerberg soll neues Bauland für die Grundstückseigentümer entstehen, zugleich soll die  Gemeinde Eurasburg die Möglichkeit bekommen, dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dieses Vorhaben ist nun näher gerückt. Für das circa zwei Hektar große Areal am nordwestlichen Rand des Klosterdorfs hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, einen qualifizierten Bebauungsplan aufzustellen.

„Wir erschließen etwa 15000 Quadratmeter Netto-Baulandfläche“, sagte Bauamtsleiter Joseph Wodak. Nach den Regeln der Sozialgerechten Bodennutzung (Sobon) bliebe die Hälfte des Grunds in der Hand der privaten Eigentümer. Die andere Hälfte gehe an die Gemeinde, welche die Flächen zu vergünstigten und doch angemessenen Preisen weitergeben könne. Die Rendite lasse sich zum Beispiel nutzen, um andere Projekte gegenfinanzieren zu können.

Am Bruckerfeld werden etwa 15000 Quadratmeter Netto-Bauland entwickelt

Für die Baulandentwicklung am Bruckerfeld sind damit die Weichen  nach mehr als einem Jahrzehnt der Debatten gestellt. Ursprünglich ging es nur um vier Parzellen, für die Einheimische Bauwünsche hatten. Dann schlossen sich mehr Eigentümer an. Zwischenzeitlich war auch nur eine einzeilige Bebauung im Gespräch. Doch in der jüngsten Sitzung sprachen sich die Gemeinderäte nun für eine große Lösung aus. Das heißt: Rund 15000 Quadratmeter Grund sollen als Netto-Baulandfläche entwickelt werden. Laut Wodak könnten die erforderlichen ökologischen Ausgleichsflächen in den Geltungsbereich des neuen Bebauungsplans integriert werden.

Vor einer möglichen Überlastung der kommunalen Infrastruktur, etwa bei der Trinkwasserversorgung, warnte Peter Goepfert (Unabhängige Wähler). „Wir sollten das so beschließen“, sagt er. „Wir können aber nicht alles auf einen Schlag bebauen lassen.“ Die Kommune solle ihre Entwicklungsflächen erst einmal auf Vorrat halten. Bauamtsleiter Wodak stellte klar, dass die Baulandentwicklung auf einen Schlag passieren müsse. „Wann die Gemeinde dann ihren künftigen Grund auf den Markt gibt, muss sie entscheiden.“

Allerdings müsse man bestrebt sein, dass dies zumindest teilweise zügig geschieht, mahnte Kämmerer Markus Gerold. Schließlich nehme die Gemeinde für die Verfahren selbst Geld in die Hand und dafür Schulden auf. Ein lang anhaltender Schuldendienst sollte vermieden werden, da die Finanzen begrenzt seien, erklärte Gerold.

Aus dem Brunnen in Happerg darf die Gemeinde Eurasburg derzeit 350000 Kubikmeter Wasser entnehmen.
Aus dem Brunnen in Happerg darf die Gemeinde Eurasburg derzeit 350000 Kubikmeter Wasser entnehmen.
Benjamin Engel/oh

Die Kapazitäten für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung reichen laut Wodak aus, um das Projekt mit einer Größenordnung von etwa 20 Wohneinheiten für die privaten Grundstückseigentümer zu realisieren. Derzeit dürfe die  Gemeinde Eurasburg aus dem Happerger Brunnen 350000 Kubikmeter Wasser jährlich entnehmen, sagte der Bauamtsleiter. Derzeit laufe ein Verfahren, um diese Menge zu erhöhen. Bis zum Jahr 2029 erlaube das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen der Gemeinde, zusätzliche 50000 Kubikmeter jährlich aus der Münchner Wasserleitung zu holen, die vom Loisachtal bei Oberau durch Eurasburg bis in die Landeshauptstadt führt.

Parallel sei Eurasburg stets bestrebt, den Wasserverbrauch zu reduzieren, so Wodak. Durch Umbaumaßnahmen im Belüftungsbecken der Kläranlage habe sich zudem die Kapazität um 500 Einwohnerwerte erhöht, Schmutzwasser zu reinigen. Das betrifft mithin so viel, wie 500 Einwohner an Schmutzwasser verursachen.

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