Von oben sieht das Breitfilz in Penzberg friedlich aus. Und Ruhe herrschte auch lange in den Schrebergärten. Die Nutzer pflegten ihre Beete, genossen die Natur, erholten sich. Damit ist es schon seit einiger Zeit vorbei. Die Gartenanlage liegt im Außenbereich und vor allem in einem Hochmoor, das besonderen Schutz genießt. Um sie zu legalisieren, muss die Stadt einen neuen Bebauungsplan aufstellen, was nicht bloß mehr als ein Jahr dauern dürften, sondern auch mit einer Reduzierung des Schrebergartenidylls einher geht: Von den gut 300 Gartenparzellen sollen fast die Hälfte wegfallen. Den Rat der Stadt an die Hobbygärtner, sie sollten sich in einem Verein organisieren und somit selbst entscheiden, wer seine Parzelle teilen muss, wurde bei einem Treffen im November 2019 im Rathaus abgelehnt. Wie es in diesem Jahr mit dem Breitfilz weitergehen wird, ist noch unklar. Die Ruhe und Beschaulichkeit in den kleinen Gärten dürfte jedenfalls nicht so bald wieder einkehren.
Breitfilz in PenzbergStreit um ein Kleingartenidyll
