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Brauneck:Ausbau im Skigebiet genehmigt

Der Lenggrieser Gemeinderat stimmt dem Neubau eines Sessellifts und einer erweiterten Beschneiung am Berg zu. Baubeginn soll im Mai sein.

Die Schneekanonen waren in den vergangenen Tagen im Einsatz, an diesem Mittwoch beginnt die Skisaison am Brauneck. Die Brauneck und Wallbergbahnen GmbH setzt weiter auf den Ausbau, auch die Gemeinde begrüßt Investitionen in das Skigebiet, das für die Tourismusregion ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Vor vier Jahren wurde der Milchhäuslexpress eröffnet, nun wird im Mai mit dem Bau einer Sechser-Sesselbahn begonnen: Die "Schrödelsteinbahn" soll zur Wintersaison 2019/20 in Betrieb gehen und den Zweiersessellift im Finstermünzkessel ersetzen. Statt bisher 650 Skifahrer pro Stunden können dann 2400 befördert werden. Der Trassenverlauf der Bahn und die Standorte der Berg- und Talstation bleiben weitgehend unverändert. Der Schlepplift am Bayernhang soll ersatzlos gestrichen werden. Auch der Ausbau der Beschneiung im Bereich Finstermünz ist vorgesehen.

Der Gemeinderat billigte Neu- und Ausbau der Liftanlage am Montag einstimmig, mit einer Gegenstimme von Stephan Bammer (FWG) wurde auch der erweiterten Beschneiung zugestimmt. "Seit Jahrzehnten" wünschten sich Skifahrer einen neuen Sessellift im Finstermünzkessel, sagte Bürgermeister Werner Weindl (CSU), nun sei der Bauantrag da. Die "Schrödelsteinbahn" soll die Anstehzeiten zwischen Bayern- und Florihang verkürzen, komfortabler sein und die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen. Der Sechsersessellift wird mit Wetterschutzhauben, beheizten Sitzen, automatischer Verriegelung und höhenverstellbarem Förderband ausgestattet, das vor allem Kindern den Lifteinstieg erleichtert.

Optisch werde der Sechsersessel dem "Milchhäuslexpress" ähneln, allerdings nicht blau, sondern in der Farbgebung unauffälliger sein, sagte Bauamtsleiter Toni Bammer. Zehn Streckenstützen sind nötig, die Trasse der nur im Winter laufenden Bahn soll, wie auch die Standorte für die neuen Berg- und Talstationen, erhalten blieben. Die sollen sich mit Flachdächern und Holzelementen in das Gebiet einfügen. Zu viel "nackter Beton" müsse möglichst vermieden werden, sagte Bammer. Zur gefälligeren Gestaltung schlug er Spaliere, Berankungen oder eine lockere Auflattung der Betonbereiche vor. Eine öffentliche Toilette bei der Talstation sei nicht vorgesehen, erklärte Bammer auf Nachfrage von Thomas Murböck (CSU).

Die Erweiterung der Beschneiung im Bereich Finstermünz soll mittels Ringschluss und über zwei Pumpstationen aus dem Speichersee am Garland erfolgen. In extrem schneearmen Wintern will der Betreiber zusätzlich Grundwasser aus einem neuen Tiefbrunnen in den Speichersee pumpen. Höchstens 35 Liter pro Sekunde und 40 000 Kubikmeter pro Jahr wurden genehmigt. Bei Bau und Betrieb müsse sichergestellt sein, dass die neue Hochwasserschutzanlage für den Lahnerbach nicht beeinträchtigt werde, sagte Bammer. Den Antrag, eine bisher befristete Ableitung von Grundwasser aus der gemeindeeigenen Mühlbachquelle unbefristet zu erlauben, verwehrte der Gemeinderat. Eine Ableitung von höchstens 15 Litern pro Sekunde und maximal 63 000 Kubikmetern pro Jahr bleibt auch künftig auf die "tatsächliche Notwendigkeit für den Betrieb der Beschneiungsanlage" beschränkt.

Im November 2017 hatte die GmbH bekannt gegeben, den Finstermünz-Doppelsessel und die mehr als 50 Jahre alten Schlepplifte an Flori- und Bayernhang von Josef Singhammer zu übernehmen. Die Lifte erschließen das südliche Brauneck bis zum Idealhang. Von der Bauverwaltung würden die beantragten Erneuerungen "sehr begrüßt", sagte Bammer. Die neue Schrödelsteinbahn und die Beschneiung des Finstermünzkessels bedeuteten für das Skigebiet "eine wesentliche Attraktivitätssteigerung".

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