Die Fotografen der SZ Bad Tölz-Wolfratshausen, Hartmut Pöstges, Manfred Neubauer und Harry Wolfsbauer, sind jeden Tag unterwegs, um die Eigenheiten dieses Landkreises und der Region einzufangen, seine Bewohner und Besucher zu porträtieren, politische und lokale Geschichten optisch auf den Punkt zu bringen, sowie Kunst und Kultur ins rechte Licht zu rücken. Ihr Auge ist geschärft, um über den Tellerrand hinaus und hinter die Fassade zu blicken. Das wiederum möchte die SZ noch mehr in den Vordergrund rücken. Und zwar mit Seiten, in denen die Fotografen unter dem Oberbegriff "Perspektiven" jeweils ein bestimmtes Thema in den Fokus nehmen. Dieses Mal haben sich die Fotografen unter dem Motto "Lichtspuren" umgeschaut - und allerhand entdeckt, das sie mit ihren Apparaten einfangen konnten. Ob nun Sterne, deren Bahnen unter längerer Belichtung sichtbar werden; Gebäude, die unter den Scheinwerfern eines Autos ganz eigen erstrahlen; kunstvolle Installationen wie jene am Wolfratshauser Sebastianisteg, das dichte Schneetreiben aus der Sicht eines Autofahrers am Abend oder die Rücklichter auf der Bundesstraße 11, die hellrote Bahnen ziehen, während die dazugehörigen Autos nicht mehr wahrzunehmen sind: Letztlich geht es darum, bewusst Interessantes, dem man im Alltag begegnet, das man aber vielleicht aus reiner Gewohnheit übersieht oder im Gesamtzusammenhang kaum mehr wahrnimmt, als eigenes Motiv ganz neu in Szene zu setzen. Damit der Blick des Betrachters an diesem ungewöhnlichen Detail hängen bleibt und so - ganz im Sinne der Reihe - neue Perspektiven offenbart.
Bilder-SerieAuf den Spuren des Lichts
Die Fotografen der SZ-Lokalredaktion haben sich wieder einmal in der Region auf die Suche nach besonderen Perspektiven gemacht
Von Claudia Koestler