Die aus Bruchsteinen gemauerten Außenwände, der Dachstuhl und die Fensterläden aus Holz prägen das Bild der klassischen Schutzhütte in den Bergen. Um die „Bereisung der Alpen zu erleichtern“, wie es damals hieß, intensivierten Alpenvereine ihre Bautätigkeit ab den 1880er-Jahren. Als das Bergsteigen nach Ende des Ersten Weltkriegs boomte, wurden viele Bestandsgebäude saniert, erweitert oder gleich neu gebaut. 1924, also vor genau hundert Jahren, wurde etwa die Tölzer Hütte am Schafreiter nach zweijähriger Bauphase fertiggestellt – und jüngst erst generalsaniert. In den Fokus rücken aber zunehmend auch futuristisch anmutende Ersatzbauten im Alpenraum. Robert Kolbitsch, Architekt und Ressortleiter Hütten und Wege im DAV-Bundesverband, äußert sich gegenüber der SZ, was für ihn gute Architektur im Gebirge ausmacht und ob die Nachbarländer mutiger in der Formensprache sind.
Bauen am Berg„Die Qualität war nicht immer optimal“
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Im Deutschen Alpenverein ist Architekt Robert Kolbitsch für 325 Hütten in den Alpen zuständig. In dieser Funktion muss er sich mit Sanierungen, Um- und Ersatzbauten befassen.
Interview von Benjamin Engel, Bad Tölz-Wolfratshausen
