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Benediktbeuern:Natur aus zwei Perspektiven

„NATUR im FOKUS. Ich sehe was, was du nicht siehst“
Foto-Ausstellung im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern

Der Hobby-Fotograf Helgi Seemann macht mit seiner Kamera mit Vorliebe abstrakte Naturbilder.

(Foto: Privat/oh)

Helgi Seemann und Walter Reinl stellen in Benediktbeuern aus

Von Florian Zick, Benediktbeuern

Die Bilder der Hobby-Fotografen Helgi Seemann und Walter Reinl unterscheiden sich stark - und haben doch eines gemeinsam: Beide beschäftigen sich mit dem Thema Natur. Reinl ist bei seinen Aufnahmen genau das, was der Name seiner Bilderserie aussagt, nämlich "Nah dran". Da schaut einem zum Beispiel eine Wespe riesengroß von einem Blütenkelch entgegen - überdimensional, aber ultrarealistisch. Bei den "Reflexionen" von Helgi Seemann dagegen ist die Natur in nur abstrakter Form zu sehen. Da verschwimmt das Zielobjekt etwas oder das Licht bricht sich im Wasser.

Die Fotografien sind seit Samstag im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern zu sehen. Dass das nun doch geklappt hat, ist eher Zufall. Seemann und Reinl hatten nämlich schon im Sommer 2018 im Kloster um einen Ausstellungstermin gebeten. Als Eröffnungstag hatten sie damals den 16. April 2021 genannt bekommen. Vom Coronavirus wusste damals noch niemand etwas. Und auch jetzt hatten Reinl und Seemann bis zuletzt gehofft, dass die sinkenden Inzidenzwerte die Ausstellung zulassen. Im März kam dann allerdings doch die Absage. Neuer Termin: Ende August 2024. Damit war das Projekt zunächst gestorben. Erst dadurch, dass die Pläne für eine andere Ausstellung geplatzt sind,kamen die beiden über 70 Jahre alten Rentner mit ihrer Fotokunst doch noch zum Zug.

Die Fotos waren fertig gerahmt und alles vorbereitet, sodass es schon am Samstag kurzfristig mit der Ausstellung "Natur im Fokus - Ich sehe was, was du nicht siehst" losgehen konnte. "Zwar ohne Vernissage und Finissage, aber mit unseren schönsten Fotos", so betont Helgi Seemann.

Die Ausstellung "Natur im Fokus" ist noch bis 27. Juni jeweils von 9 bis 18 Uhr im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern zu sehen. Der Eintritt ist frei. Helgi Seemann beantwortet auf Wunsch Fragen zur Ausstellung, telefonische Absprache unter 0172/572 27 40

© SZ vom 07.06.2021
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