Seit etwa einer Woche sind die Türen des Klostercafés in Benediktbeuern geschlossen. Im Frühjahr 2022 hatte das kleine Lokal im ehemaligen Refektorium nach mehr als einem halben Jahr Corona-bedingter Pause wieder eröffnet. Als neuer Betreiber übernahm damals Tim Bergrath die Gaststätte. Der Hotelfachmann und Restaurantleiter möchte sich nun neuen beruflichen Aufgaben widmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Zentrale Anlaufstelle für alle, die sich Tee, Kaffee und Kuchen schmecken lassen wollen, wird das Kräuter-Café im Maierhof.
Das Klostercafé im gotischen Saal verband Tradition mit Moderne. Die geschnitzte Decke aus dem Jahr 1493 ist ein Hingucker. Gestartet war Bergrath mit Konditormeisterin Monika Triebenbacher, bekannt aus der Fernsehsendung „Das große Backen“, an seiner Seite. Sie hatte sich vor Längerem selbständig gemacht und ein eigenes Café in Benediktbeuern eröffnet. Mit verschiedenen Veranstaltungen sollte zusätzlich Publikum ins Klostercafé gelockt werden.
Nun teilt das Kloster Benediktbeuern mit, die Kloster-Leitung habe sich entschieden, den gotischen Saal künftig als Raum für kulturelle Veranstaltungen, Begegnungen und Austausch zu nutzen. Im Zuge der anstehenden Fusion des Klosters mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) zum Don Bosco Kloster Benediktbeuern sollen Synergieeffekte geschaffen und gegenseitige Konkurrenz vermieden werden. So würden zwei eigenständige Cafés zu einem zentralen Angebot zusammengeführt. Die Zusammenlegung von Kloster und ZUK soll von 1. Januar 2026 an gelten.

Dieses zentrale Café gibt es bereits: Es handelt sich um das bestehende Kräuter-Café im Maierhof. Dieses solle, so heißt es weiter, „familienfreundlich erweitert“ werden. „Für vielfältige Gäste ist dies ein gemütlicher, natürlicher Ort, der kulinarischen Genuss mit Inspiration und klösterlichen Werten verbindet“, teilt das Kloster ferner mit.
Im gotischen Saal sind „abwechslungsreiche kulturelle Veranstaltungen“ vorgesehen, wie Konzerte, Bühnen-Präsentationen, Themenabende und Kinofilme. Der ansprechende Raum könne jedoch auch von Privatpersonen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Kulturschaffenden für eigene Veranstaltungen gemietet werden. In die Klosterführungen soll der ehemalige Speisesaal der Benediktinermönche einbezogen bleiben.


