Umweltbildung und Musik:Kleines Woodstock im Kloster Benediktbeuern

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Das Festival "BeneCulture" organisieren (v.li.) Martin Malkmus, Johanna Schultes, Dustin Schanz, Sarah Immerz und Simon Baron. (Foto: Manfred Neubauer)

Zum dritten Mal findet im Maierhof das Festival "BeneCulture" statt, das ganz im Zeichen von Begegnung, Regionalität und Nachhaltigkeit steht.

Von Petra Schneider, Benediktbeuern

Mit Menschen aus der Region und anderen Ländern zusammenkommen, bei ungewöhnlichen Aktionen mitmachen, Infos rund um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz bekommen, Live-Musik lauschen und gemeinsam feiern: All das ist möglich beim BeneCulture-Festival, das am Samstag, 1. Juni, im Maierhof des Klosters Benediktbeuern stattfindet. Von 12 bis 22 Uhr gibt es ein vielfältiges Programm, das unter dem Motto "Sozial, regional, nachhaltig" steht und für Besucher kostenlos ist.

Organisiert wird das Festival von fünf Studierenden der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) Benediktbeuern in Kooperation mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK). "Eine Art kleines Woodstock, bei dem sich Menschen wohlfühlen sollen", erklärt Dustin Schanz vom Orga-Team. Es ist die dritte Auflage dieses besonderen Festivals, das zuletzt 2019 stattfand und wegen Corona eine Pause einlegen musste.

Zirkusspiele, Flaschen-Garten und Profi-Seifenblasen

Am 1. Juni lockt es nun wieder Besucher aller Altersgruppen mit einem vielfältigen Programm in den Maierhof: So bietet etwa das ZUK kreative Malaktionen und ein Smoothie-Fahrrad an, für das sich Teilnehmer Obst und Gemüse an verschiedenen Ständen erspielen müssen. Der Don Bosco Club lädt zu Zirkusspielen ein, es gibt eine Chillout-Ecke und eine Jurte der Pfadfinder. Bei der "Brücke Oberland" kann man sich Airbrush Tattoos machen lassen. Der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried stellt mobile Spielgeräte zur Verfügung, und große Profi-Seifenblasen werden nicht nur kleine Besucher verzaubern. Es gibt Infos zum Gärtnern ohne Torf, wer mag, kann einen kleinen Flaschen-Garten gestalten. Angebote gibt es auch vom ZUK-Kräutercafé oder der Radlwerkstatt. Mit dabei sind der Bund Naturschutz, der Tölzer Unverpackt Laden "Ois ohne", das Aktionszentrum des Klosters oder die Don Bosco Jugendherberge.

Beim BeneCultur ist auch Manfred Zick - alias Zither-Manä - mit Blues und Rock zu hören. (Foto: Manfred Neubauer)

Auf der Bühne spielen unter anderem das Williams Wetsox Trio (14 Uhr) und der Zither Manä (17.30 Uhr). Ab 20.30 Uhr herrscht eine Stunde lang Partystimmung mit "Trident Techno." An den Essensständen gibt es Kaffee und Kuchen, kleine warme Speisen und Getränke. Seit 2023 sind die Studierenden mit der Organisation beschäftigt: Fördergelder akquirieren, Akteure und Bands ansprechen, Stände, Festzelt und überdachte Bühne organisieren, Genehmigung bei der Gemeinde einholen, Plakatieren - viel Arbeit, die die fünf Organisatoren der KSH aber als Bereicherung empfinden. Es sei "cool, an diesem Festival mitwirken zu können und dabei Erfahrungen zu sammeln, die sonst nicht erlebbar sind", sagt Johanna Schultes. Für Martin Malkmus, Bildungsreferent beim ZUK, ist BeneCulture "ein wunderbares Format, wo soziale Arbeit und Umweltbildung sich treffen können". Dass das Festival nach dem Hagelunwetter in der "Großbaustelle des Maierhofs" stattfindet, entfalte ein besonderes Flair. Es zeige aber auch, "was in den vergangenen Monaten wieder aufgebaut worden ist", erklärt Malkmus.

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