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Beliebtes Ausflugsziel am Starnberger See:Neue Toiletten, bessere Beschilderung

Lufbild

Das Ambacher Erholungsgelände aus der Luft fotografiert. Es wird grundlegend saniert.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Das Erholungsgelände Ambach muss 44 Jahre nach der Eröffnung umfassend saniert werden.

Das Erholungsgelände Ambach am Starnberger See erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem im Sommer bei Badegästen. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1973 ist es allerdings etwas in die Jahre gekommen. Deshalb muss das Areal umfangreich saniert werden. Das erklärten Vertreter des Landratsamts Bad Tölz am Donnerstag während des jährlichen Betreuungsgesprächs über das Erholungsgelände. Rund 44 Jahre nach Inbetriebnahme des Badeareals müssen nun unter anderem Uferabschnitte neu befestigt werden. Die Parkflächen benötigen eine neue Trag- und Deckschicht, vorhandene Dränagen in Teilbereichen der Liegewiesen müssen ertüchtigt und Wege hergerichtet werden. Zudem müssen die Toiletten-Häuschen erneuert und das Beschilderungskonzept überarbeitet werden.

Wann die Generalsanierung umgesetzt und was sie kosten wird, ist hingegen noch offen. Bis Ende dieses Jahres will die Kreisbehörde ein Konzept und eine Kostenschätzung für die Generalsanierung erstellen. Der Zeitplan hänge laut Landratsamt von der Haushaltsplanung des Erholungsflächenvereins ab.

Markus Hennig, der mit seinem Team vom Maschinenring Wolfratshausen das Gelände betreut, hält zudem eine höhere Kostenbeteiligung der Stadt München für erforderlich. Mit ihrer umfangreichen Ausweisung von Wohnraum zeichnet die Metropole seiner Ansicht nach verantwortlich für den enormen Zuzug und steht deshalb auch in der Verantwortung, dass für die wachsende Bevölkerung ausreichend Erholungsraum zur Verfügung steht.

Eine Neuerung auf dem Erholungsgelände steht allerdings bereits für das kommende Jahr fest: Wer künftig auf dem Parkplatz des Ambacher Areals parken will, wird nicht länger an der Einfahrt zur Kasse gebeten, sondern muss einen Parkschein ziehen. Der Landkreis investiert rund 80 000 Euro, um entsprechende Automaten aufzustellen. Diese werden dem Landratsamt zufolge in den Osterferien 2018 in den Probebetrieb gehen.

Die Badesaison des vorigen Jahres sei "ziemlich durchwachsen" gewesen, hieß es abschließend von Seiten der Behörde. Wachdienst und Polizei hätte nicht von größeren Vorkommnissen berichtet, abgesehen von sechs Verkehrsunfällen und kleineren Verstößen wie fahrlässiger Körperverletzung und Sachbeschädigung. Ingo Roeske, Einsatzleiter der Wasserwacht, äußerte sich froh über die Errichtung der Wasserwachtstation am Schwaiblbach: Damit sei ein Meilenstein gesetzt worden. Die Station könne nun für die vielfältigen Hilfeleistungen am Starnberger See genutzt werden.

Die entlang des Ufers angelegten Feuerstellen, an denen von 20 Uhr an Feuer gemacht und gegrillt werden darf, seien bei den Badegästen sehr beliebt. Probleme bereiteten jedoch gelegentlich nach wie vor Hundehalter, die ihre Vierbeiner trotz Verbots mit auf das Gelände nehmen wollten.